Was ist das?
Die Borreliose beim Pferd ist eine bakterielle Infektion, die durch den Stich von Zecken übertragen wird (Erreger Borrelia burgdorferi). Nach der Ansteckung können sich die Bakterien im Körper verteilen und verschiedene Gewebe erreichen, wobei die Beschwerden oft unspezifisch und wechselnd sind. Betroffen sein können Gelenke, Muskeln und das allgemeine Wohlbefinden, was sich etwa in wechselnden Lahmheiten, Steifheit, Leistungsabfall und Mattigkeit äußern kann. Weil viele Pferde Kontakt zu Zecken haben, ohne zu erkranken, ist der Zusammenhang zwischen Infektion und Symptomen nicht immer eindeutig. Die Borreliose entwickelt sich meist langsam und schwankend im Verlauf. Sie zählt zu den durch Zecken übertragenen Erkrankungen und ist wegen ihres unklaren Beschwerdebilds eine diagnostische Herausforderung.
Typische Anzeichen
Borreliose verläuft oft uneindeutig:
- wechselnde Lahmheiten und Steifheit
- Mattigkeit und Leistungsabfall
- Empfindlichkeit der Haut
- gelegentlich Fieberschuebe
Mögliche Ursachen
Die Infektion wird durch Zecken vermittelt:
- Stich einer infizierten Zecke
- Haltung in zeckenreichen Gebieten
- länger anhaftende Zecken
- fehlender Zeckenschutz
Was Sie tun können
Suchen Sie Ihr Pferd regelmäßig nach Zecken ab und entfernen Sie diese zeitnah. Gepflegte Weiden und Zeckenschutz senken das Risiko.
Borreliose beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Die Borreliose verläuft meist schleichend, sodass keine akute Eile besteht, aufmerksames Beobachten aber wichtig ist. Wenn Ihr Pferd über längere Zeit wechselnde Lahmheiten, Steifheit, Leistungsabfall, Muskelverspannungen oder anhaltende Mattigkeit zeigt, ohne dass sich eine andere Ursache findet, sollten Sie eine tierärztliche Abklärung veranlassen. Da die Anzeichen unspezifisch sind, ist es hilfreich, Ihre Beobachtungen über mehrere Tage festzuhalten und dem Tierarzt zu schildern. Auch nach bekanntem Zeckenkontakt in Verbindung mit solchen Beschwerden ist eine Untersuchung sinnvoll. Verschlechtert sich das Allgemeinbefinden deutlich, kommt Fieber hinzu oder wird das Pferd zunehmend matt und fressunlustig, sollten Sie den Tierarzt zeitnah hinzuziehen. Eine frühzeitige Abklärung hilft, die Ursache der Beschwerden einzugrenzen und das weitere Vorgehen festzulegen.