Was ist das?
Ein Blasentumor ist eine Gewebeneubildung, die sich in der Wand der Harnblase des Hundes bildet. Bei solchen Tumoren vermehren sich Zellen in der Blasenwand unkontrolliert, wodurch eine Geschwulst entsteht, die den Harnabfluss behindern und die empfindliche Schleimhaut reizen kann. Häufig führt das zu blutigem Urin und erschwertem Wasserlassen, wobei Lage und Art des Tumors bestimmen, wie stark die Beschwerden ausfallen. Blasentumoren treten vor allem bei älteren Hunden auf und verursachen anfangs oft Symptome, die einer hartnäckigen Blasenentzündung sehr ähneln. Gerade deshalb ist die Abgrenzung von einer einfachen Entzündung wichtig, denn anhaltende Probleme beim Wasserlassen sollten nicht vorschnell als banale Infektion abgetan werden. Für das Tier bedeutet ein Blasentumor eine dauerhafte Belastung der ableitenden Harnwege.
Typische Anzeichen
Ein Blasentumor zeigt sich durch anhaltende Harnwegsbeschwerden.
- wiederkehrendes oder dauerhaftes Blut im Urin
- häufiger Harndrang mit kleinen Mengen
- Pressen und erschwertes Wasserlassen
- auf herkömmliche Behandlung nicht bessernde Beschwerden
- mitunter Gewichtsverlust und Mattigkeit
Mögliche Ursachen
Die Entstehung von Blasentumoren wird durch mehrere Faktoren begünstigt.
- höheres Lebensalter
- bestimmte Rasseveranlagungen
- chronische Reizungen der Blasenschleimhaut
- Umwelteinflüsse und Schadstoffe
- unbekannte individuelle Faktoren
Was Sie tun können
Beobachten Sie Farbe, Menge und Häufigkeit des Harnabsatzes und fangen Sie nach Möglichkeit eine Urinprobe auf. Bieten Sie reichlich Wasser an und ermöglichen Sie häufiges Lösen. Lassen Sie hartnäckige Beschwerden nicht über lange Zeit unbehandelt.
Blasentumor beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anhaltende oder wiederkehrende Probleme beim Wasserlassen sollten Sie tierärztlich abklären lassen, vor allem wenn Blut im Urin erscheint oder übliche Behandlungen einer vermuteten Blasenentzündung nicht anschlagen. Da ein Blasentumor als dringend einzustufen ist, sollten Sie mit einer Vorstellung nicht lange warten, denn je früher die Ursache geklärt wird, desto besser lässt sich die Situation einschätzen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Ihr Hund trotz sichtbaren Pressens kaum oder gar keinen Urin mehr absetzt, denn dann droht ein gefährlicher Harnstau. Auch eine starke, nicht stillbare Blutung beim Urinieren sowie Anzeichen von Kreislaufschwäche oder ein Zusammenbruch erfordern sofortiges Handeln. In diesen Fällen sollten Sie ohne Verzögerung die nächste Klinik oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen.