Ein Atem- oder Herzstillstand beim Hund ist der äußerste Notfall, bei dem jede Sekunde zählt. So bedrohlich die Lage ist, gerade jetzt hilft nur konzentriertes, ruhiges Vorgehen. Prüfen Sie zunächst kurz Atmung und Puls und kontrollieren Sie das Maul auf einen Fremdkörper, der die Atemwege blockiert. Das Grundprinzip der Wiederbelebung ist eine kräftige Herzdruckmassage auf fester Unterlage, bei Bedarf ergänzt durch Beatmung von Mund zu Nase. Wichtig ist, dass Sie nur bei fehlendem Puls mit der Herzmassage beginnen, denn bei schlagendem Herzen kann sie schaden. Organisieren Sie parallel Hilfe und den Transport in die Klinik, im Idealfall lassen Sie jemanden anrufen, während Sie weiterarbeiten. Geben Sie nicht vorschnell auf. Diese Maßnahmen überbrücken die Zeit bis zur tierärztlichen Versorgung und können das Leben des Hundes retten.
Sofort tun
- Prüfen Sie kurz Atmung und Puls des Hundes.
- Legen Sie den Hund auf die Seite und kontrollieren Sie das Maul auf einen Fremdkörper.
- Beginnen Sie bei Herzstillstand ohne Puls mit der Herzdruckmassage auf fester Unterlage, drücken Sie den Brustkorb ein Drittel bis zur Hälfte ein, 100- bis 120-mal pro Minute.
- Beatmen Sie wenn möglich von Mund zu Nase, halten Sie dazu das Maul zu und atmen Sie sanft in die Nase, etwa 30 Kompressionen auf 2 Atemspenden.
- Lassen Sie parallel Hilfe rufen und den Transport in die Tierklinik organisieren und setzen Sie die Wiederbelebung bis zum Eintreffen der Hilfe fort.
Nicht tun
- Bei vorhandenem Puls keine Herzmassage durchführen
- Nicht zu zaghaft drücken – zu schwache Kompressionen sind wirkungslos; zwischen den Kompressionen vollständig entlasten
- Nicht aufgeben, bis Hilfe da ist
Wann sofort in die Klinik
Jeder Atem- oder Herzstillstand ist ein Notfall; sofort wiederbeleben und zur Klinik. Dieser Text ersetzt keinen Tierarzt.