Wenn ein Hund einen Fremdkörper verschluckt hat, ist die wichtigste Frage, ob er noch frei atmen kann. Bleiben Sie ruhig, denn Hektik überträgt sich auf das Tier und erschwert jede Hilfe. Solange der Hund normal atmet, würgt oder hustet, versucht der Körper den Gegenstand meist selbst zu lösen, und Sie haben Zeit, überlegt zu handeln. Achten Sie zuerst auf Ihre eigene Sicherheit, denn ein Hund in Panik kann zubeißen. Beobachten Sie Atmung und Schleimhautfarbe genau. Nur wenn der Hund akut zu ersticken droht, also nicht mehr atmet und der Gegenstand nicht erreichbar ist, sind Notmaßnahmen gerechtfertigt. Jeder verschluckte Fremdkörper gehört anschließend tierärztlich abgeklärt, auch wenn es dem Hund zunächst wieder gutgeht. So handeln Sie besonnen statt riskant.
Sofort tun
- Bewahren Sie Ruhe und nähern Sie sich dem Hund vorsichtig, um sich vor Bissen zu schützen.
- Beobachten Sie, ob der Hund frei atmet, hustet oder würgt, und kontrollieren Sie die Farbe der Schleimhäute.
- Entfernen Sie einen sichtbaren, locker im Maul liegenden Gegenstand vorsichtig, ohne tief in den Rachen zu greifen.
- Nur wenn der Hund akut erstickt, nicht mehr atmet und der Gegenstand nicht erreichbar ist, wenden Sie als letztes Mittel einen Brustkorb-Stoß von hinten an.
- Rufen Sie sofort den Tierarzt oder die Tierklinik an und lassen Sie den Hund untersuchen, auch wenn er wieder frei atmet.
Nicht tun
- Nicht blind tief in den Rachen greifen
- Festsitzende Gegenstände nicht mit Gewalt herausziehen
- Kein Erbrechen erzwingen bei spitzen Objekten
Wann sofort in die Klinik
Bei anhaltender Atemnot, Würgen ohne Erfolg oder Kollaps sofort in die Klinik. Dieser Text ersetzt keinen Tierarzt.