Eine Verbrennung oder Verbrühung ist für den Hund sehr schmerzhaft und kann sich unter der Haut weiter ausbreiten, deshalb ist schnelles, aber überlegtes Handeln wichtig. Bewahren Sie Ruhe und bringen Sie den Hund zunächst aus dem Gefahrenbereich, etwa weg von heißer Herdplatte, Feuer oder verschütteter Flüssigkeit. Das Grundprinzip lautet, die betroffene Stelle kontrolliert zu kühlen, die Wunde sauber abzudecken und den Hund vor Unterkühlung und Schock zu schützen. Wichtig: Kleine Stellen kühlt man mit lauwarmem bis kühlem Wasser, großflächige Verbrennungen dürfen wegen der Unterkühlungsgefahr nicht ausgedehnt gekühlt, sondern nur abgedeckt werden. Verzichten Sie auf Hausmittel wie Salben, Öle oder Eis, denn sie verschlimmern die Verletzung. Ihre Aufgabe ist es, den Schaden zu begrenzen und rasch tierärztliche Hilfe zu holen, denn das Ausmaß zeigt sich oft erst später.
Sofort tun
- Bringen Sie den Hund ruhig aus dem Gefahrenbereich weg von Hitzequelle, Feuer oder heißer Flüssigkeit.
- Kühlen Sie eine kleine betroffene Stelle etwa zehn Minuten mit kühlem, nicht eiskaltem fließendem Wasser.
- Kühlen Sie großflächige Verbrennungen nicht ausgedehnt, sondern decken Sie sie ab und fahren Sie sofort in die Klinik, um Unterkühlung zu vermeiden.
- Decken Sie die Wunde locker mit einem sauberen, feuchten Tuch ab und halten Sie den Hund ruhig und warm.
- Kontaktieren Sie den Tierarzt oder die Tierklinik, da sich das Ausmaß der Verletzung oft erst später zeigt.
Nicht tun
- Keine Salben, Öle oder Butter auftragen
- Brandblasen nicht öffnen
- Nicht mit Eis kühlen
Wann sofort in die Klinik
Bei großflächigen Verbrennungen, tiefen Wunden oder Schock sofort in die Klinik. Dieser Text ersetzt keinen Tierarzt.