Womit müssen Sie rechnen?
Eine Behandlung im Notdienst ist regelmäßig teurer als in der regulären Sprechstunde. Als grobe Richtwerte kostet eine Notdienst-Konsultation mit Erstversorgung etwa 80–200 €, ein nächtlicher Notfall mit Diagnostik etwa 200–600 €, und eine aufwendige Notfallversorgung kann deutlich höher liegen. Der Grund sind gesetzlich vorgesehene Aufschläge: Für Behandlungen außerhalb der Sprechzeiten fällt eine Notdienstgebühr von rund 50 € netto pro Notfall an, und zusätzlich darf ein erhöhter GOT-Satz angesetzt werden, weil Bereitschaft, Nachtarbeit und höherer Aufwand vergütet werden. Hinzu kommen Untersuchung, Diagnostik, Medikamente, Material und Mehrwertsteuer. Diese Aufschläge sind kein Zeichen einer überteuerten Praxis. Alle Angaben sind Richtwerte inklusive Mehrwertsteuer, Stand 2026, regional und je nach Aufwand unterschiedlich; verbindlich ist nur die Abrechnung der Praxis.
Wie sich die Kosten zusammensetzen
Grundlage ist auch nachts die GOT (Gebührenordnung für Tierärzte, neu seit November 2022):
- Für Behandlungen außerhalb der regulären Sprechzeiten gilt eine gesetzliche Notdienstgebühr von rund 50 € netto, die pro Notfall anfällt.
- Zusätzlich darf im Notdienst ein erhöhter GOT-Satz angesetzt werden, weil Bereitschaft, Nachtarbeit und höherer Aufwand vergütet werden.
- Hinzu kommen Untersuchung, Diagnostik (z. B. Blutbild, Röntgen), Medikamente und Material sowie die MwSt.
Diese Aufschläge sind gesetzlich vorgesehen und kein Zeichen einer überteuerten Praxis.
So behalten Sie die Kosten im Griff
- Klären Sie am besten vorab, welche Praxis oder Tierklinik in Ihrer Nähe Notdienst anbietet und wie sie erreichbar ist.
- Fragen Sie bei Ankunft, ob eine grobe Kosteneinschätzung möglich ist – im echten Notfall steht die Versorgung aber zuerst.
- Eine Tierkranken- oder OP-Versicherung kann gerade unvorhergesehene Notfallkosten abfedern.
- Bei hohen Beträgen ist eine Ratenzahlung mit der Praxis oft besprechbar.
Gut zu wissen
Ob überhaupt ein Notdienst nötig ist, hängt vom Zustand des Tieres ab – im Zweifel rufen Sie die Notdienstpraxis an und schildern die Lage. Die genannten Beträge sind grobe Richtwerte und variieren regional und mit dem Aufwand. Wichtig: Ein echter Notfall duldet keinen Aufschub. Zögern Sie eine dringend nötige Versorgung niemals aus Kostengründen hinaus – die Gesundheit Ihres Tieres hat Vorrang, über die Bezahlung lässt sich danach reden.