Eine starke Blutung beim Hund sieht dramatisch aus, lässt sich mit ruhigem und gezieltem Handeln aber oft gut kontrollieren, bis der Tierarzt übernimmt. Bewahren Sie zuerst selbst Ruhe, denn ein verletzter Hund reagiert auf Hektik zusätzlich gestresst und kann aus Schmerz schnappen. Das Grundprinzip lautet: eigene Sicherheit wahren, den Hund beruhigen und die Blutung durch anhaltenden Druck stillen. Achten Sie darauf, dass Sie sich beim Fixieren nicht selbst verletzen, und ziehen Sie bei einem ängstlichen Tier eine zweite Person hinzu. Entscheidend ist, dass Sie die Wunde von Anfang an fest abdecken und den Druck nicht vorzeitig lösen. Je stärker oder spritzender die Blutung ist, desto dringender müssen Sie parallel den Transport in die Tierarztpraxis oder Klinik organisieren.
Sofort tun
- Bewahren Sie Ruhe und sichern Sie den Hund, damit er nicht schnappt oder wegläuft, und holen Sie bei Bedarf eine zweite Person zur Hilfe.
- Drücken Sie eine saubere Kompresse oder ein sauberes Tuch fest auf die Wunde.
- Legen Sie darüber einen Druckverband mit einer Mullbinde an, fest genug zum Stoppen der Blutung, aber ohne das Bein abzuschnüren.
- Stellen Sie die betroffene Stelle ruhig und lagern Sie sie nach Möglichkeit hoch.
- Rufen Sie sofort den Tierarzt an und organisieren Sie den Transport.
Nicht tun
- Keine Watte direkt auf die Wunde legen
- Durchgeblutete Verbände nicht entfernen, sondern weiteres Material darüber
- Keine Abbindung mit dünner Schnur, das schädigt Gewebe
Wann sofort in die Klinik
Spritzende oder nicht stillbare Blutungen sowie Anzeichen von Schock erfordern sofort die Klinik. Dieser Text ersetzt keinen Tierarzt.