Eine abgebrochene Kralle oder eine verletzte Blutfeder kann beim Vogel überraschend stark bluten, da schon kleine Blutverluste für die zierlichen Tiere gefährlich werden. Auch wenn der Anblick beunruhigt, ist ruhiges und behutsames Handeln jetzt entscheidend, denn Stress und Panik belasten den Kreislauf des Vogels zusätzlich. Das Grundprinzip der Ersten Hilfe lautet: den Vogel schonend sichern, die Blutung durch sanften Druck stillen und für Ruhe sorgen. Fixieren Sie das Tier nur so weit wie nötig und vermeiden Sie hektische Bewegungen. Verzichten Sie darauf, Krallen oder Federn ruckartig herauszureißen, und tragen Sie keine Hausmittel auf die Wunde auf. Lässt sich die Blutung nicht stillen oder handelt es sich um eine blutende Blutfeder, ist der Gang zum vogelkundigen Tierarzt unverzichtbar, da hier gezielte Hilfe nötig ist, um das Tier sicher zu versorgen.
Sofort tun
- Fixieren Sie den Vogel ruhig und behutsam, ohne ihn unnötig zu stressen.
- Drücken Sie die blutende Stelle mit einem sauberen Tuch sanft ab, um die Blutung zu stillen.
- Halten Sie den Vogel bei einer blutenden Blutfeder besonders ruhig und warm.
- Rufen Sie bei anhaltender Blutung oder einer blutenden Blutfeder den vogelkundigen Tierarzt an.
Nicht tun
- Kralle oder Feder nicht ruckartig herausreißen
- Keine Hausmittel auf die Wunde
- Vogel nicht lange stressen
Wann sofort in die Klinik
Bei nicht stillbarer Blutung oder einer blutenden Blutfeder zum vogelkundigen Tierarzt. Dieser Text ersetzt keinen Tierarzt.