Womit müssen Sie rechnen?
Die Kosten der Kastration beim Hund hängen vor allem von Geschlecht und Größe ab: Als grobe Richtwerte liegt die Kastration eines Rüden bei etwa 150–450 €, die einer Hündin bei etwa 250–800 €, weil der Eingriff in der Bauchhöhle aufwendiger ist. Große und schwere Hunde liegen tendenziell am oberen Ende, da Narkose und Material mengenabhängig sind. Zu den typischen Posten zählen Voruntersuchung und gegebenenfalls ein Blutbild vor der Narkose, die Narkose selbst, der operative Eingriff mit Verbrauchsmaterial sowie Schmerzmittel, Nachsorge und Fädenziehen. Alle Angaben sind Richtwerte inklusive Mehrwertsteuer, Stand 2026, regional und je nach Aufwand unterschiedlich. Eine verbindliche Summe nennt Ihnen der Kostenvoranschlag der Praxis, der zeigt, welche Leistungen enthalten sind.
Wie sich die Kosten zusammensetzen
Abgerechnet wird nach der GOT, je nach Aufwand im ein- bis dreifachen Satz. Typische Einzelposten:
- Voruntersuchung und ggf. Blutbild vor der Narkose
- Narkose (bei der Hündin länger und aufwendiger als beim Rüden)
- der eigentliche operative Eingriff und Verbrauchsmaterial
- Schmerzmittel, Nachsorge und Fädenziehen
Weil der Eingriff bei der Hündin in der Bauchhöhle erfolgt, ist er in der Regel teurer als beim Rüden.
So behalten Sie die Kosten im Griff
- Holen Sie einen Kostenvoranschlag ein und fragen Sie, welche Leistungen (Voruntersuchung, Schmerzmittel, Nachsorge) enthalten sind.
- Ein Kastrationschip (hormonelle, vorübergehende Alternative beim Rüden) kann kurzfristig günstiger sein, wirkt aber nur zeitweise – besprechen Sie Vor- und Nachteile tierärztlich.
- Manche Tierkranken-Versicherungen beteiligen sich an Kastrationskosten; prüfen Sie die Bedingungen.
- Bei größeren Beträgen ist eine Ratenzahlung oft möglich.
Gut zu wissen
Die Zahlen sind grobe Richtwerte und schwanken regional sowie mit Größe und Aufwand. Erfolgt eine Kastration im Notdienst (etwa bei medizinischer Dringlichkeit), kommen Notdienstgebühr und erhöhter Satz hinzu. Ob und wann eine Kastration sinnvoll ist, ist eine medizinische Entscheidung – lassen Sie sich dazu individuell beraten und schieben Sie eine medizinisch notwendige Kastration nicht allein aus Kostengründen auf.