Verschluckt ein Hund oder eine Katze eine Batterie, ist das ein Notfall, denn austretende Batteriesäure kann Speiseröhre, Magen und Darm schwer verätzen. Besonders gefährlich sind Knopfzellen, die schon nach kurzer Zeit tiefe Schäden verursachen. Handeln Sie deshalb sofort und unterschätzen Sie die Lage nicht, auch wenn das Tier zunächst unauffällig wirkt. Das Grundprinzip lautet: Art und Größe der Batterie feststellen, die Verpackung als Information sichern und umgehend fachkundigen Rat einholen. Geben Sie dem Tier nichts zu fressen und lösen Sie kein Erbrechen auf eigene Faust aus, da hochgesteigte Säure die Speiseröhre zusätzlich schädigen kann. Notieren Sie den Zeitpunkt der Aufnahme. Weil die Verätzungsgefahr mit jeder Stunde steigt, gehört das Tier ohne Verzögerung in die Klinik, wo die Batterie sicher entfernt werden kann.
Sofort tun
- Typ und Größe der Batterie feststellen und die Verpackung als Information sichern.
- Sofort den Tierarzt, die Tierklinik oder den Giftnotruf anrufen.
- Das Tier ruhig halten, ihm nichts zu fressen geben und den Zeitpunkt der Aufnahme notieren.
- Das Tier umgehend in die Klinik bringen und kein Erbrechen ohne tierärztliche Anweisung auslösen.
Nicht tun
- Kein Erbrechen ohne Anweisung
- Nicht abwarten, Batterien verätzen das Gewebe
- Nichts zu fressen geben
Wann sofort in die Klinik
Verschluckte Batterien sind ein Notfall wegen Verätzungsgefahr, sofort in die Klinik. Dieser Text ersetzt keinen Tierarzt.