Das steckt dahinter
Wenn ein Hund seinen Futternapf verteidigt, geschieht das meist aus Angst, die wertvolle Ressource zu verlieren. Dieses Verhalten ist ein Ausdruck von Unsicherheit und nicht von Dominanz, wie oft angenommen wird. Der Hund muss lernen, dass Ihre Nähe am Napf keine Bedrohung, sondern etwas Positives bedeutet; durch geduldigen Vertrauensaufbau lässt sich die Verteidigung so entschärfen. Vermitteln Sie ihm dazu, dass Ihre Anwesenheit am Napf Gutes bringt, indem Sie beim Vorbeigehen etwas besonders Leckeres hineinwerfen. Nähern Sie sich nur so weit, wie der Hund entspannt bleibt, und tauschen Sie Ressourcen fair gegen etwas Höherwertiges. Findet gerade kein Training statt, lassen Sie ihn in Ruhe fressen. Dem Hund das Futter wegzunehmen verstärkt die Angst; bei deutlichem Knurren sollte nur mit fachlicher Hilfe weitertrainiert werden.
Was Sie tun können
Vermitteln Sie, dass Ihre Anwesenheit am Napf Gutes bringt.
- Werfen Sie beim Vorbeigehen am Napf etwas besonders Leckeres hinein.
- Nähern Sie sich nur so weit, wie der Hund entspannt bleibt.
- Tauschen Sie Ressourcen fair gegen etwas Höherwertiges.
- Lassen Sie ihn in Ruhe fressen, wenn kein Training stattfindet.
Häufige Fehler
Dem Hund das Futter wegzunehmen, um sich durchzusetzen, verstärkt die Angst. Bei deutlichem Knurren sollte ohne fachliche Hilfe nicht weitertrainiert werden.