Am Strand kann ein Hund schnell mit Quallen oder Seeigeln in Kontakt kommen, sei es beim Schwimmen, Buddeln oder Schnüffeln am Spülsaum. Nesselzellen von Quallen und die Stacheln von Seeigeln verursachen Schmerzen, Hautreizungen und mitunter allergische Reaktionen. Bewahren Sie Ruhe und bringen Sie Ihren Hund zunächst aus dem Wasser und vom Fundort weg. Das Grundprinzip lautet: den Hund am Belecken der betroffenen Stelle hindern, sichtbare Reste sicher entfernen und ihn auf Reaktionen beobachten. Schützen Sie dabei Ihre eigenen Hände, denn Nesselgift und Stacheln reizen auch Ihre Haut. Spülen Sie ausschließlich mit Meerwasser, da Süßwasser das Nesselgift zusätzlich freisetzt. Tief steckende Stacheln bleiben, wo sie sind. Bei Atemnot, starker Schwellung oder tief sitzenden Stacheln sollten Sie umgehend tierärztliche Hilfe suchen.
Sofort tun
- Bringen Sie den Hund vom Wasser weg und hindern Sie ihn daran, die betroffene Stelle zu belecken.
- Spülen Sie die Stelle mit Meerwasser ab, niemals mit Süßwasser, da dieses das Nesselgift freisetzt.
- Entfernen Sie sichtbare lose Stacheln und Tentakelreste nicht mit bloßen Händen, sondern mit Pinzette oder Handschuhen; tief steckende Stacheln belassen Sie.
- Beobachten Sie den Hund auf Allergiezeichen und rufen Sie bei einer Reaktion den Tierarzt an.
Nicht tun
- Nicht mit Süßwasser spülen, das setzt Nesselgift frei
- Tief steckende Stacheln nicht herausdrücken
- Allergiezeichen nicht ignorieren
Wann sofort in die Klinik
Bei Atemnot, starker Schwellung oder tief sitzenden Stacheln sofort zum Tierarzt. Dieser Text ersetzt keinen Tierarzt.