Was bedeutet das?
Nachlassende nächtliche Aktivität bedeutet, dass ein nachtaktives Tier wie ein Igel oder Sugar Glider in seiner eigentlich aktiven Phase auffällig ruhig bleibt und kaum umherläuft, klettert oder frisst. Da diese Tiere nachts normalerweise sehr lebhaft sind, ist eine plötzliche Trägheit ein wichtiges Frühzeichen für Unwohlsein. Dahinter kann vieles stecken: Die Bandbreite reicht von harmlosen Ursachen wie einer zu kühlen Umgebung oder einer Eingewöhnungsphase bis zu beginnenden Erkrankungen, Schmerzen oder einem Nährstoffmangel. Gerade weil Exoten Krankheit lange verbergen, ist ihr Aktivitätsniveau ein feiner Gradmesser für ihr Befinden. Beobachten Sie deshalb genau, ob die Ruhe nur eine Nacht anhält oder sich über mehrere Tage zieht und weitere Auffälligkeiten hinzukommen.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie das Tier in der Nacht:
- Erkundet und bewegt es sich weniger als gewohnt?
- Nutzt es Laufrad oder Klettermöglichkeiten kaum noch?
- Frisst es nachts schlechter?
Nachlassende nächtliche Aktivität (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine einzelne ruhigere Nacht ist meist unbedenklich, hier dürfen Sie zunächst beobachten und auch die Umgebungstemperatur sowie mögliche Störungen prüfen. Lassen Sie die verminderte Aktivität jedoch tierärztlich abklären, wenn sie über mehrere Nächte anhält, sich verstärkt oder zusammen mit weniger Fressen, verändertem Kot oder aufgeplustertem Sitzen auftritt, denn oft ist Trägheit ein erstes Krankheitszeichen. Auch wenn das Tier insgesamt teilnahmslos wirkt, sollten Sie einen Termin vereinbaren. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Tier völlig bewegungslos und apathisch ist und sich kaum noch reagieren lässt, denn dann ist der Zustand bereits ernst. Notieren Sie bis zum Termin, seit wann die Aktivität nachlässt und welche weiteren Veränderungen Ihnen auffallen.