Was bedeutet das?
Vermehrtes Schlafen bedeutet, dass das Tier ungewöhnlich lange ruht und sich schlechter als sonst wecken lässt. Da Frettchen von Natur aus viel schlafen, kommt es hier weniger auf die reine Schlafdauer an als auf die Veränderung gegenüber dem Gewohnten und auf eine erschwerte Erweckbarkeit. Ein Tier, das sich beim Wecken nur langsam orientiert oder benommen wirkt, gibt eher Anlass zur Sorge als eines, das lediglich ausgiebig ruht. Mögliche Ursachen reichen von harmloseren Einflüssen wie kühler Umgebung oder Erschöpfung bis zu ernsteren Erkrankungen, etwa Stoffwechsel- oder Kreislaufproblemen. Deshalb ist es wichtig, das gewohnte Schlafverhalten, die Erweckbarkeit sowie das Fress- und Aktivitätsverhalten aufmerksam zu beobachten und deutliche Abweichungen festzuhalten.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Schlaf und Wachverhalten:
- Lässt sich das Tier nur schwer oder verzögert wecken?
- Wirkt es nach dem Aufwachen benommen?
- Frisst und bewegt es sich in den Wachphasen normal?
Vermehrtes Schlafen (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Ungewöhnliche Schläfrigkeit sollten Sie tierärztlich abklären lassen, besonders wenn sich das Tier deutlich schlechter wecken lässt als früher oder nach dem Wecken benommen wirkt. Auch wenn zusätzlich der Appetit nachlässt oder das Tier insgesamt matter erscheint, ist ein zügiger Termin sinnvoll. Dringlicher wird es, wenn das Tier kaum noch erweckbar ist und verlangsamt reagiert oder wenn zusätzlich Untertemperatur oder Fressunlust auftreten. Dann sollten Sie nicht abwarten, sondern rasch eine Praxis aufsuchen, da dies auf einen ernsteren Allgemeinzustand hindeuten kann. Fühlt sich das Tier dabei kalt an, wärmen Sie es behutsam auf dem Weg zum Tierarzt. Da sich hinter vermehrtem Schlafen sowohl harmlose als auch bedeutsame Ursachen verbergen können, ist eine frühzeitige Einschätzung der sicherste Weg.