Was bedeutet das?
Übermäßige Körperpflege bedeutet, dass das Tier eine bestimmte Stelle unentwegt beleckt, beknabbert oder benagt, obwohl das normale Putzverhalten längst abgeschlossen sein sollte. Fast immer steckt ein Reiz an genau dieser Stelle dahinter: Juckreiz durch Parasiten oder Hautprobleme, ein Schmerz im Gewebe darunter oder eine Wunde. Manchmal ist die Ursache eher harmlos und vorübergehend, etwa eine kleine Reizung. In anderen Fällen kann auch Stress oder Langeweile das Tier zu einem zwanghaften Belecken einer immer gleichen Stelle bringen. Wichtig ist, genau zu beobachten, welche Körperregion betroffen ist und ob die Haut dort bereits gerötet, kahl oder verletzt aussieht. So lässt sich ein harmloser Auslöser besser von einem behandlungsbedürftigen Problem unterscheiden.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie, welche Stelle betroffen ist:
- Wird immer dieselbe Körperstelle beleckt?
- Ist die Haut dort gerötet, kahl oder verletzt?
- Tritt das Verhalten besonders in Stresssituationen auf?
Übermäßige Körperpflege (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei kurzzeitiger, gelegentlicher Fellpflege an einer Stelle können Sie zunächst in Ruhe beobachten, ob es von allein wieder aufhört. Lassen Sie das Belecken jedoch tierärztlich abklären, wenn es über mehrere Tage hartnäckig anhält, sich verstärkt oder die Haut an der betroffenen Stelle bereits gerötet, kahl oder verletzt ist. Auch wenn das Tier dabei unruhig wirkt oder die Stelle sichtbar schmerzt, sollten Sie einen Termin vereinbaren. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn sich das Tier bis zur offenen, blutigen Wunde beleckt, denn eine solche Wunde kann sich rasch entzünden und dem Tier stark zusetzen. Notieren Sie bis zum Termin, welche Stelle betroffen ist und wie oft das Belecken auftritt, das hilft bei der Einschätzung.