Was bedeutet das?
Untertemperatur bedeutet, dass die Körpertemperatur des Tieres unter den Normalbereich gefallen ist, sodass es sich kühl anfühlt und schwach wirkt. Bei kleinen Exoten ist das ein ernstes Warnzeichen, weil diese Tiere ihre Wärme nur schlecht halten können und rasch auskühlen. Häufig ist Untertemperatur nicht die eigentliche Erkrankung, sondern Ausdruck eines schweren Allgemeinzustands, etwa bei Kreislaufschwäche, Flüssigkeitsmangel oder fortgeschrittenen Infekten. Auch eine zu kühle Umgebung kann den Zustand verstärken. Die Bandbreite reicht von einer noch beeinflussbaren Auskühlung bis zu einem lebensbedrohlichen Zusammenbruch der Körperfunktionen. Deshalb ist es wichtig, den Allgemeinzustand, die Aktivität und die Reaktionsfähigkeit des Tieres genau zu beobachten und Veränderungen ernst zu nehmen.
Worauf Sie achten sollten
Prüfen Sie Temperatur und Zustand vorsichtig:
- Fühlen sich Ohren und Pfoten kalt an?
- Bewegt sich das Tier kaum und wirkt teilnahmslos?
- Reagiert es noch auf Ansprache und Berührung?
Untertemperatur (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Untertemperatur ist bei kleinen Exoten ein Notfall, der keinen Aufschub duldet. Fühlt sich das Tier kalt an und wirkt schwach, sollten Sie es langsam und behutsam wärmen, etwa mit einer geschützten Wärmequelle, und es umgehend tierärztlich vorstellen. Zum sofortigen Notfall wird die Lage, wenn der Körper kalt ist und das Tier zugleich ausgeprägt apathisch wirkt oder kaum noch auf Reize reagiert. Warten Sie in diesem Fall nicht ab, sondern fahren Sie ohne Zögern in eine Praxis oder Klinik. Auch wenn sich der Zustand nach dem vorsichtigen Wärmen nicht rasch bessert, ist tierärztliche Hilfe nötig. Da hinter der Auskühlung oft eine ernste Grunderkrankung steckt, ist schnelles Handeln entscheidend für die Überlebenschance des Tieres.