Was bedeutet das?
Eine Sehstörung liegt vor, wenn ein Exot Objekte, Futter oder Wege schlechter erkennt als früher. Eine mögliche Ursache ist der graue Star (Katarakt), bei dem sich die Augenlinse eintrübt und weniger Licht durchlässt. Auch Entzündungen, Verletzungen oder altersbedingte Veränderungen des Auges kommen infrage. Betroffene Tiere wirken unsicher, stoßen an Hindernisse, reagieren verzögert auf Bewegungen und meiden mitunter helle oder ungewohnte Bereiche. Bei genauem Hinsehen kann die Pupille getrübt oder milchig erscheinen. Da sich viele Tiere an eine langsam nachlassende Sehkraft anpassen, fällt die Störung oft erst spät auf. Weil hinter Sehproblemen behandelbare wie auch fortschreitende Ursachen stecken können und die Lebensqualität leidet, sollte eine Sehstörung fachkundig untersucht werden.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie darauf, ob das Tier Hindernisse übersieht, Futter schlechter findet, auf Handbewegungen kaum reagiert oder ungewöhnlich vorsichtig läuft. Ein getrübtes, milchiges oder verändertes Auge, Rötung, Tränenfluss oder Zusammenkneifen sind wichtige Hinweise. Beobachten Sie, ob ein oder beide Augen betroffen sind und ob sich die Störung rasch oder allmählich entwickelt. Prüfen Sie, ob zusätzliche Krankheitszeichen wie Teilnahmslosigkeit oder Fressunlust bestehen. Notieren Sie das Alter des Tieres. Halten Sie die Umgebung vertraut und übersichtlich, damit sich das Tier trotz eingeschränkter Sicht sicher bewegen kann.
Sehstörung bei Exoten: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bemerken Sie bei Ihrem exotischen Tier eine Sehstörung, sollten Sie eine fachkundige Tierarztpraxis aufsuchen, um die Ursache abzuklären. Bei einem geröteten, schmerzhaft zusammengekniffenen oder plötzlich stark veränderten Auge sowie bei rascher Verschlechterung ist zügiges Handeln wichtig, da akute Augenerkrankungen behandlungsbedürftig sein können. Eine sich langsam entwickelnde Linsentrübung ist meist weniger dringlich, sollte aber dennoch untersucht werden, um Begleiterkrankungen zu erkennen und das Tier zu unterstützen. Behandeln Sie das Auge nicht eigenmächtig mit Tropfen oder Spülungen. Sorgen Sie in der Zwischenzeit für eine gleichbleibende, gut erreichbare Einrichtung des Geheges.