Was bedeutet das?
Schuppen bedeuten, dass sich bei einem Exoten wie Igel oder Sugar Glider vermehrt abgestorbene Hautzellen als trockene, weißliche Schüppchen im Fell oder zwischen den Stacheln lösen. Meist ist das kein akuter Notfall, sondern ein Hinweis auf eine Hautproblematik. Häufig stecken Parasiten wie Milben dahinter, besonders beim Igel, die Juckreiz und Schuppung verursachen. Auch ein Hautpilz, der auf den Menschen übergehen kann, kommt oft vor. Weitere Ursachen sind trockene Haut durch zu geringe Luftfeuchtigkeit oder ungünstige Haltung, beginnender Haarausfall oder Mangelzustände. Manche Schuppung ist mild und leicht zu beheben, andere Ausdruck einer sich ausbreitenden Haut- oder Parasitenerkrankung. Da sich Milben und Pilz ohne Behandlung ausweiten und auf andere Tiere übertragen können, ist es wichtig, die Haut zu beobachten und die Ursache abklären zu lassen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie darauf, ob die Schuppung mit Juckreiz, Kratzen, kahlen Stellen, Krusten oder Stachelverlust beim Igel einhergeht, denn das spricht für Milben oder Pilz. Beobachten Sie, ob sich die betroffenen Bereiche ausbreiten, ob die Haut darunter gerötet oder entzündet ist und ob ein unangenehmer Geruch entsteht. Prüfen Sie die Haltungsbedingungen, insbesondere Luftfeuchtigkeit und Einstreu, da trockene Haut oft dadurch bedingt ist. Kritischer wird es, wenn das Tier sich stark kratzt oder blutig scheuert, wenn großflächige kahle oder entzündete Stellen entstehen, wenn beim Igel viele Stacheln ausfallen oder wenn zusätzlich das Allgemeinbefinden leidet und das Tier schlechter frisst.
Schuppen bei Exoten: Wann muss ich zum Tierarzt?
Schuppen sind bei Exoten kein Notfall, sollten aber nicht dauerhaft unbeachtet bleiben, da sich dahinter Milben oder ein Hautpilz verbergen können, die sich ausbreiten und teils auf den Menschen übergehen. Vereinbaren Sie in den nächsten Tagen einen Termin bei einer auf Heimtiere spezialisierten Praxis, wenn die Schuppung bestehen bleibt, sich ausweitet oder mit Juckreiz und Stachelverlust einhergeht, damit die Ursache bestimmt und behandelt werden kann. Rascher sollten Sie handeln, wenn das Tier sich blutig kratzt, großflächige entzündete Stellen entstehen oder das Allgemeinbefinden leidet. Prüfen Sie zugleich die Haltung und sorgen Sie für angemessene Luftfeuchtigkeit, um trockenheitsbedingte Schuppung zu verringern. Bei Verdacht auf Pilz achten Sie auf Hygiene im Umgang.