Was bedeutet das?
Maulgeruch ist ein unangenehmer, oft strenger Geruch aus dem Maul des Tieres. In den meisten Fällen geht er mit Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen einher, etwa mit Belägen, entzündetem Zahnfleisch oder fehlerhaft abgenutzten Zähnen, die sich bei vielen Exoten leicht entwickeln. Seltener kann Maulgeruch ein Hinweis auf innere Erkrankungen sein, beispielsweise auf ein Nierenleiden, bei dem sich Abfallstoffe im Körper anreichern. Die Bandbreite reicht also von gut behandelbaren Zahnproblemen bis zu ernsteren Grunderkrankungen. Da sich hinter dem Geruch häufig verborgene Beschwerden im Maul verstecken, die dem Tier das Fressen erschweren, lohnt es sich, das Fressverhalten, mögliche Schwellungen und Veränderungen im Maulbereich aufmerksam zu beobachten und Auffälligkeiten festzuhalten.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf das Maul und das Fressverhalten:
- Speichelt das Tier oder frisst es vorsichtig?
- Sind Zahnstein oder gerötetes Zahnfleisch erkennbar?
- Trinkt das Tier auffällig viel?
Maulgeruch (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei anhaltendem Maulgeruch sollten Sie das Gebiss tierärztlich untersuchen lassen, auch wenn das Tier sonst noch munter wirkt. Denn oft stecken Zahnprobleme dahinter, die sich in Ruhe gut behandeln lassen, unbehandelt aber fortschreiten. Dringlicher wird es, wenn der Geruch mit Futterverweigerung und Schmerzen einhergeht oder wenn eine deutliche Schwellung am Kiefer auftritt, da dies auf einen Abszess oder eine ausgeprägte Entzündung hindeuten kann. Frisst das Tier über längere Zeit kaum noch, magert es ab oder wirkt es zunehmend matt, sollten Sie nicht länger abwarten und zügig einen Termin vereinbaren. Da Maulgeruch selbst zwar zunächst harmlos wirken kann, aber ein Zeichen für behandlungsbedürftige Probleme ist, ist eine rechtzeitige Abklärung sinnvoll.