Was bedeutet das?
Kreislaufen bedeutet, dass das Tier immer wieder in dieselbe Richtung im Kreis läuft und dabei orientierungslos wirkt. Das deutet meist auf eine Störung im Nervensystem oder im Gleichgewichtsorgan des Innenohrs hin, die die räumliche Orientierung beeinträchtigt. Ursachen können eine Innenohrentzündung, eine neurologische Erkrankung oder andere Prozesse im Kopf sein, sodass die Bandbreite von behandelbar bis ernst reicht. Häufig kommen begleitend eine schiefe Kopfhaltung, Gleichgewichtsprobleme, Taumeln oder auffällige Augenbewegungen hinzu. Betroffene Tiere können unsicher wirken, gegen Gegenstände laufen oder das Gleichgewicht verlieren. Weil Kreislaufen ein deutliches Zeichen für eine Störung im Kopf- oder Nervenbereich ist, sollte es ernst genommen und der Verlauf sowie mögliche Begleitzeichen aufmerksam beobachtet werden.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Bewegung und Begleitzeichen:
- Läuft das Tier ständig in dieselbe Richtung?
- Hält es den Kopf schief oder zucken die Augen?
- Wirkt es benommen oder reagiert verzögert?
Kreislaufen (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie anhaltendes Kreislaufen zeitnah tierärztlich, möglichst neurologisch, abklären, damit die Ursache im Bereich von Nervensystem oder Innenohr gefunden und behandelt werden kann. Ein Termin ist besonders wichtig, wenn zusätzlich eine schiefe Kopfhaltung, Taumeln oder auffällige Augenbewegungen auftreten oder wenn das Kreislaufen nicht von selbst nachlässt. Beobachten Sie Bewegungsmuster, Gleichgewicht und Allgemeinzustand genau. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Kreislaufen mit Krämpfen oder Umkippen einhergeht oder wenn zusätzlich eine Bewusstseinstrübung auftritt. Solche Zeichen deuten auf ein akutes, ernstes Geschehen im Kopf hin und dürfen nicht abgewartet werden. Sichern Sie das Tier bis zur Vorstellung in einer gepolsterten, reizarmen Umgebung, damit es sich beim Taumeln nicht verletzt.