Was bedeutet das?
Kalte Gliedmaßen bedeuten, dass Pfoten und Ohren weniger durchblutet und dadurch auffällig kühl sind. Das kann ein Zeichen für einen Kreislaufschock oder eine Unterkühlung sein, bei denen der Körper die Blutversorgung der Außenbereiche drosselt, um lebenswichtige Organe warm und versorgt zu halten. Werden Pfoten und Ohren kalt, hat der Körper diese Notmaßnahme oft schon eingeleitet. Ein Schock kann durch Blutverlust, schwere Erkrankungen, starke Schmerzen oder Flüssigkeitsmangel entstehen, eine Unterkühlung durch eine zu kalte Umgebung, gerade bei kleinen Exoten mit geringer Körpermasse. In beiden Fällen ist der Kreislauf bedroht. Achten Sie deshalb auf die Farbe der Schleimhäute, die Atmung und das Allgemeinbefinden, denn kalte Gliedmaßen mit Schwäche sind ein ernstes Warnsignal.
Worauf Sie achten sollten
Beurteilen Sie Durchblutung und Zustand:
- Fühlen sich Pfoten und Ohren deutlich kälter an als der Rumpf?
- Sind die Schleimhäute blass?
- Wirkt das Tier schwach oder teilnahmslos?
Kalte Gliedmaßen (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Kalte Gliedmaßen zusammen mit Schwäche sind ein Notfall und erfordern sofortige tierärztliche Hilfe, ohne dass Sie abwarten sollten. Kontaktieren Sie umgehend eine für Exoten geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie das Tier ohne Verzögerung dort vor, sobald Pfoten und Ohren auffällig kühl sind und das Tier zugleich matt oder teilnahmslos wirkt. Ein sofortiger Notfall liegt besonders dann vor, wenn zusätzlich die Schleimhäute blass werden, das Tier apathisch ist oder der Puls schwach erscheint, denn das deutet auf einen bedrohlichen Kreislaufschock hin. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis auf Ihr Eintreffen und die Tierart vorbereitet ist; erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los, ohne den Weg durch weitere Anrufe aufzuhalten.