Was bedeutet das?
Das Einrollen ist ein wichtiger Schutzreflex des Igels, mit dem er sich bei Gefahr zur Kugel zusammenzieht und verteidigt. Wenn er sich nicht mehr einrollt, deutet das oft auf Schwäche, Schmerzen oder eine ernste Erkrankung hin, weil dem Tier die Kraft oder die Nervenkontrolle dafür fehlt. Mögliche Hintergründe sind Verletzungen, Erkrankungen des Nervensystems, starke Unterkühlung, Kreislaufschwäche oder allgemeine Entkräftung durch andere Grunderkrankungen. Da Igel Schwäche normalerweise verbergen, ist ein ausbleibender Einrollreflex ein deutliches Warnzeichen, dass es dem Tier nicht gut geht. Achten Sie darauf, ob der Igel zusätzlich matt wirkt, wie er sich bewegt und ob er auf Berührung reagiert, denn diese Beobachtungen helfen, den Ernst der Lage besser einzuschätzen.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie den Igel und sein Verhalten genau:
- Bleibt er ausgestreckt liegen statt sich einzurollen?
- Wirkt er schlapp, kühl oder reagiert er verlangsamt?
- Zeigt er weitere Symptome wie Wanken oder schwere Atmung?
Igel rollt sich nicht ein (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein Igel, der sich nicht mehr einrollt, sollte zeitnah tierärztlich untersucht werden, da hinter dem ausbleibenden Schutzreflex fast immer eine ernste Ursache steckt. Warten Sie nicht lange ab, sondern lassen Sie das Tier abklären, solange sich sein Zustand noch stabilisieren lässt. Halten Sie den Igel bis zur Vorstellung ruhig und gleichmäßig warm und beobachten Sie Atmung, Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn der Igel schlaff ausgestreckt bleibt und kaum noch reagiert oder wenn zusätzlich Atemnot, Apathie oder Untertemperatur auftreten. Dann sollten Sie umgehend den tierärztlichen Notdienst kontaktieren und den Weg in die Praxis so kurz wie möglich halten, da der Kreislauf des Tieres in solchen Situationen rasch kritisch werden kann.