Was bedeutet das?
Häufiges Kratzen oder Reiben im Gesicht weist auf einen Reiz an Kopf, Ohren oder Augen hin, den das Tier durch die wiederholte Bewegung zu lindern versucht. Ursachen können Milben, eine Ohrentzündung, ein Fremdkörper oder eine Augenreizung sein, die dem Tier Juckreiz oder Schmerzen bereiten. Die Bandbreite reicht von einer leichten, vorübergehenden Reizung bis zu hartnäckigen Haut- oder Ohrerkrankungen. Durch das ständige Kratzen kann die Haut zusätzlich gereizt werden, sich röten oder kleine Wunden bekommen. Oft fallen begleitend Ausfluss, Schwellungen, kahle Stellen oder eine schiefe Kopfhaltung auf. Weil sich solche Reize ohne Behandlung verschlimmern können, ist das Kratzen ein wichtiger Hinweis, den Kopfbereich des Tieres genauer zu betrachten und den Verlauf zu beobachten.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Kopf und Verhalten:
- An welcher Stelle kratzt oder reibt sich das Tier?
- Sind Rötungen, Schwellungen oder Ausfluss zu sehen?
- Hält es den Kopf schief oder schüttelt es ihn?
Kratzen im Gesicht (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie anhaltendes Kratzen oder Reiben im Gesicht tierärztlich untersuchen, besonders wenn zusätzlich Ausfluss aus Augen oder Ohren, eine Schwellung oder kahle Stellen auftreten. Ein Termin ist auch dann ratsam, wenn das Kratzen über mehrere Tage bestehen bleibt oder deutlich zunimmt, da die Ursachen ohne Behandlung oft fortschreiten. Beobachten Sie Haut, Ohren und Augen sowie die Kopfhaltung des Tieres genau. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn durch das Kratzen blutige Wunden am Kopf entstehen oder wenn zusätzlich eine schiefe Kopfhaltung oder eine Schwellung auftreten. Solche Zeichen können auf ein ernsteres Problem an Ohr oder Nervensystem hinweisen. Dann sollten Sie das Tier umgehend vorstellen, um Schmerzen und weitere Verletzungen zu vermeiden.