Was bedeutet das?
Gelblich verfärbte Schleimhäute, etwa im Maul, können ein Hinweis auf eine Erkrankung der Leber sein. Die Leber ist ein zentrales Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan. Arbeitet sie nicht mehr richtig, etwa bei einer Leberverfettung, können sich gelbliche Farbstoffe im Körper anreichern und die Schleimhäute sowie manchmal die Haut verfärben. Eine solche Verfärbung ist bei Reptilien allerdings schwer zu beurteilen, weil die natürliche Färbung von Art zu Art unterschiedlich ist und die Beleuchtung den Eindruck verändern kann. Sie ist oft nur in Verbindung mit weiteren Krankheitszeichen wie Futterverweigerung oder Schwäche zu deuten. Gelbliche Schleimhäute weisen meist auf ein ernstes inneres Problem hin und sollten daher aufmerksam beobachtet und eingeordnet werden.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Hinweise:
- ob die Verfärbung deutlich gelblich ist
- Begleitzeichen wie Schwäche und Appetitlosigkeit
- das Gewicht und Fressverhalten
- die Fütterung und mögliche Verfettung
- den Allgemeinzustand
Gelbliche Schleimhäute bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Gelblich verfärbte Schleimhäute sollten tierärztlich abgeklärt werden, da sie auf eine ernste Lebererkrankung oder ein anderes Organproblem hinweisen können, das sich nur mit einer gründlichen Untersuchung einordnen lässt. Da die Beurteilung der Färbung schwierig ist, hilft es, weitere Zeichen wie Fressverhalten, Aktivität und Kotabsatz mit im Blick zu behalten. Warten Sie bei einer deutlichen Verfärbung nicht lange ab. Zum sofortigen Notfall wird die Lage, wenn die gelblichen Schleimhäute mit ausgeprägter Schwäche und Apathie einhergehen, das Tier also teilnahmslos wirkt, oder wenn eine anhaltende Futterverweigerung hinzukommt. Dann sollten Sie umgehend tierärztliche Hilfe suchen, da eine Organerkrankung bereits fortgeschritten sein kann. Halten Sie das Tier bis dahin ruhig und artgerecht warm.