Was bedeutet das?
Lahmheit bedeutet, dass das Tier ein Bein schont, deutlich humpelt oder es gar nicht mehr belastet. Es meidet damit den Schmerz, der beim Auftreten entsteht. Ursache kann eine harmlose Prellung, eine Gelenkentzündung, eine Verstauchung oder ein Knochenbruch sein, also ein Riss oder Bruch im Knochen, der starke Schmerzen verursacht. Gerade bei kleinen Exoten führen schon Stürze aus geringer Höhe oder ungünstige Einrichtungsgegenstände im Gehege zu Verletzungen. Die Bandbreite reicht damit von vorübergehenden Beschwerden bis zu ernsten Schäden, die rasch versorgt werden müssen. Wie stark die Lahmheit ist und ob das Bein normal steht, sagt viel über den Schweregrad aus. Weil Exoten Schmerzen gut verbergen, ist eine genaue Beobachtung wichtig.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie das Gangbild und das betroffene Bein:
- Wird das Bein gar nicht oder nur vorsichtig aufgesetzt?
- Ist eine Schwellung, Fehlstellung oder Wunde zu erkennen?
- Reagiert das Tier schmerzhaft, wenn Sie das Bein berühren?
Lahmheit eines Beins (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie eine deutliche oder anhaltende Lahmheit zeitnah tierärztlich untersuchen, damit die Ursache gefunden und das Tier von seinen Schmerzen befreit werden kann. Auch wenn eine leichte Lahmheit über mehr als einen Tag bestehen bleibt oder immer wiederkehrt, sollten Sie einen Termin vereinbaren. Beobachten Sie, ob Schwellungen, Wärme oder eine veränderte Stellung des Beins hinzukommen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Bein schlaff herabhängt oder unnatürlich absteht, was auf einen Bruch hindeuten kann, oder wenn eine offene Wunde beziehungsweise starke Schmerzen dazukommen. Dann ist eine sofortige Vorstellung nötig. Halten Sie das Tier bis dahin ruhig und schränken Sie seinen Bewegungsraum ein, um weitere Belastung des Beins zu vermeiden.