Was bedeutet das?
Eingesunkene Augen bedeuten, dass die Augen des Kaninchens tiefer als normal in den Augenhöhlen liegen und dadurch matt und eingefallen wirken. Das ist ein wichtiges und ernstes Zeichen für Austrocknung, fachsprachlich Dehydratation genannt. Wenn dem Körper viel Flüssigkeit fehlt, etwa durch wässrigen Durchfall, starkes Speicheln oder eine fehlende Aufnahme von Futter und Wasser, verliert auch das Fett- und Bindegewebe hinter dem Auge an Volumen, sodass die Augen sichtbar einsinken. Häufig ist die Austrocknung Folge einer anderen ernsten Erkrankung. Da ein ausgeprägter Flüssigkeitsmangel den Kreislauf und die empfindliche Verdauung rasch belastet und lebensbedrohlich werden kann, ist dieses Anzeichen ein deutliches Alarmsignal, das keinen Aufschub duldet.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf weitere Austrocknungszeichen:
- Wirken die Augen tief eingesunken
- Ist die Haut wenig elastisch und bleibt sie in Falten stehen
- Hat das Tier Durchfall oder frisst und trinkt es nicht
- Wirkt es schwach und teilnahmslos
- Sind die Schleimhäute trocken
Eingesunkene Augen beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eingesunkene Augen als Zeichen von Austrocknung sind beim Kaninchen ein Notfall, da der Flüssigkeitsmangel schnell lebensbedrohlich werden kann. Stellen Sie das Tier ohne Verzögerung in einer für Kaninchen geeigneten Notdienstpraxis oder Tierklinik vor, besonders wenn zusätzlich deutliche Schwäche, Teilnahmslosigkeit oder wässriger Durchfall bestehen. Weitere Austrocknungszeichen wie stehende Hautfalten und ein trockenes Maul unterstreichen die Dringlichkeit. Da hinter der Austrocknung meist eine ernste Grunderkrankung steckt, ist eine sofortige Versorgung entscheidend. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist; erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los, ohne die Fahrt durch weitere Anrufe aufzuhalten.