Was bedeutet das?
Austrocknung bedeutet, dass dem Körper zu viel Flüssigkeit fehlt, weil mehr Wasser verloren geht, als aufgenommen wird. Ein typisches Zeichen ist, dass die Haut beim vorsichtigen Anheben langsamer in ihre Lage zurückkehrt oder in Falten stehen bleibt. Häufig entsteht Austrocknung durch Durchfall, Erbrechen, Fieber oder eine zu geringe Wasseraufnahme, etwa wenn ein krankes Tier nicht mehr trinkt. Bei kleinen Exoten ist sie besonders schnell gefährlich, da ihr Flüssigkeitshaushalt rasch aus dem Gleichgewicht gerät. Die Bandbreite reicht von einer beginnenden, noch leichten Austrocknung bis zu einem bedrohlichen Zustand mit Kreislaufschwäche. Deshalb ist es wichtig, die Wasseraufnahme, den Hautzustand und das Allgemeinbefinden aufmerksam zu beobachten und begleitende Zeichen wie Durchfall festzuhalten.
Worauf Sie achten sollten
Prüfen Sie Anzeichen für Flüssigkeitsmangel:
- Bleibt eine angehobene Hautfalte stehen statt zurückzuschnellen?
- Wirken die Augen eingefallen oder das Maul trocken?
- Ist das Tier matt und trinkt es zu wenig?
Austrocknung (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei deutlichen Zeichen einer Austrocknung, etwa stehen bleibenden Hautfalten zusammen mit Schwäche, sollten Sie das Tier zeitnah vorstellen, da sich der Flüssigkeitsmangel bei kleinen Exoten rasch verschlechtern kann. Das gilt besonders, wenn zugleich Durchfall oder Erbrechen bestehen, die den Verlust weiter verstärken. Dringlicher wird es, wenn die Austrocknung stark ausgeprägt ist und mit ausgeprägter Apathie einhergeht oder wenn zusätzlich eingefallene Augen oder ein Kollaps auftreten. Dann sollten Sie nicht abwarten, sondern umgehend eine Praxis oder Klinik aufsuchen. Bieten Sie dem Tier auf dem Weg frisches Wasser an, drängen Sie es aber nicht zum Trinken. Da eine fortgeschrittene Austrocknung den gesamten Kreislauf belastet, ist eine frühzeitige tierärztliche Hilfe für kleine Exoten besonders wichtig.