Was ist das?
Bei der Selbstverletzung (Automutilation) benagt oder beißt sich ein Tier selbst so stark, dass Wunden entstehen. Das ist ein ernstes Zeichen, denn dahinter stecken meist Schmerzen, ein quälender Juckreiz oder eine Nervenstörung an einer bestimmten Körperstelle. Das Tier versucht, das unangenehme Gefühl loszuwerden, und schädigt sich dabei selbst. Die Wunden können sich rasch infizieren.
Typische Anzeichen
Selbstverletzung zeigt sich an gezielt bearbeiteten Stellen:
- Wiederholtes Benagen oder Beißen einer bestimmten Körperregion
- Offene, blutige oder kahl gebissene Stellen
- Unruhe und Schmerzlaute
- Zwanghaftes, immer wiederkehrendes Verhalten
Mögliche Ursachen
Selbstverletzung hat meist einen körperlichen oder nervlichen Hintergrund:
- Starker Juckreiz durch Parasiten oder Hautkrankheiten
- Schmerzen, etwa nach Verletzungen oder bei Nervenschäden
- Gestörte Empfindung nach Nervenverletzungen
- In seltenen Fällen schwerer Stress
Was Sie tun können
Verhindern Sie, dass sich das Tier weiter verletzt, halten Sie die Wunden sauber und beobachten Sie, welche Stelle bearbeitet wird. Die zugrunde liegende Ursache muss gefunden werden.
Wann zum Tierarzt
Selbstverletzung sollte zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, um Schmerzen, Juckreiz oder Nervenstörungen zu erkennen und zu behandeln.