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Blutohr beim Hund: Anzeichen und was hilft

auch: Othämatom · Ohrblutgeschwulst · Bluterguss am Ohr

Hund★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Ein Blutohr beim Hund, fachlich Othämatom, entsteht, wenn in der Ohrmuschel ein Blutgefäß platzt und sich Blut zwischen der Haut und dem Ohrknorpel ansammelt. Dadurch schwillt die Ohrmuschel plötzlich prall und kissenartig an und fühlt sich warm sowie gespannt an. Auslöser ist fast immer heftiges Kopfschütteln oder Kratzen, mit dem der Hund auf eine andere Ohrproblematik wie eine Ohrentzündung oder einen Milbenbefall reagiert; durch die wiederholte Erschütterung reißen die feinen Gefäße in der Ohrmuschel. Ein Blutohr ist für den Hund unangenehm und oft schmerzhaft. Es sollte abgeklärt werden, da das Ohr ohne Behandlung dauerhaft schrumpfen und sich verformen kann und die eigentliche Ursache des Kopfschüttelns weiterhin behandelt werden muss, damit das Problem nicht erneut auftritt.

Typische Anzeichen

Die Veränderung tritt meist plötzlich an einer Ohrmuschel auf. Häufig beobachtete Anzeichen sind:

  • eine prall geschwollene, kissenartige Ohrmuschel
  • warme, gespannte und oft schmerzhafte Schwellung
  • häufiges Kopfschütteln und Kratzen am Ohr
  • schiefe Kopfhaltung zur betroffenen Seite
  • Anzeichen einer zugrunde liegenden Ohrreizung wie Rötung oder Geruch

Mögliche Ursachen

Ein Blutohr ist fast immer Folge mechanischer Reizung. Mögliche Ursachen sind:

  • heftiges Kopfschütteln bei einer Ohrentzündung
  • starker Juckreiz durch Ohrmilben oder Allergien
  • Verletzungen oder stumpfe Stöße am Ohr
  • Fremdkörper im Gehörgang
  • erhöhte Blutungsneigung in seltenen Fällen

Was Sie tun können

Verhindern Sie nach Möglichkeit weiteres heftiges Kopfschütteln und Kratzen, da dies die Schwellung verstärkt. Vermeiden Sie es, das geschwollene Ohr zu drücken oder die Blutansammlung selbst zu öffnen. Da fast immer eine Ohrreizung zugrunde liegt, ist es wichtig, neben dem Blutohr auch die auslösende Ursache abklären zu lassen.

Blutohr beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?

Stellen Sie Ihren Hund zeitnah tierärztlich vor, wenn eine Ohrmuschel plötzlich anschwillt, prall, warm und gespannt ist. So können sowohl das Blutohr als auch die zugrunde liegende Ohrproblematik behandelt und eine dauerhafte Verformung des Ohres möglichst vermieden werden. Warten Sie damit nicht zu lange, da eine frühe Behandlung das Ergebnis verbessert. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn das Ohr aufplatzt und stark oder nicht stillbar blutet, wenn starke Schmerzen mit ausgeprägter Kopfschiefhaltung und Gleichgewichtsverlust auftreten oder wenn hohes Fieber beziehungsweise ein eitriger Ausfluss aus dem Ohr hinzukommen. In diesen Fällen sollten Sie ohne Verzögerung die nächste Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen, um Ihren Hund rasch zu entlasten.

Wann wird es zum Notfall?
  • Aufgeplatztes Ohr mit starker, nicht stillbarer Blutung
  • Starke Schmerzen mit Kopfschiefhaltung und Gleichgewichtsverlust
  • Hohes Fieber oder eitriger Ausfluss aus dem Ohr
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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.