Was ist das?
Eine Ohrentzündung, fachlich Otitis, ist eine Entzündung des Gehörgangs, also des Bereichs zwischen Ohröffnung und Trommelfell. Durch die Entzündung schwillt die empfindliche Haut im Ohr an, es bildet sich vermehrt Sekret, und das Ohr wird schmerzhaft und juckt. Hunde mit Schlappohren oder engen Gehörgängen sind besonders anfällig, da sich dort Wärme und Feuchtigkeit stauen. Ohrentzündungen sind für den Hund sehr unangenehm und können bei wiederholtem oder unbehandeltem Verlauf den Gehörgang dauerhaft schädigen.
Typische Anzeichen
Die Beschwerden konzentrieren sich auf den Kopf- und Ohrbereich. Häufig beobachtete Anzeichen sind:
- häufiges Kopfschütteln und Kratzen am Ohr
- gerötete, geschwollene Ohrinnenseite
- vermehrter, oft riechender Ohrenschmalz oder Ausfluss
- Schmerzempfindlichkeit und Berührungsscheu am Ohr
- schiefe Kopfhaltung in Richtung des betroffenen Ohres
Mögliche Ursachen
Eine Ohrentzündung hat meist mehrere zusammenwirkende Ursachen. Mögliche Auslöser sind:
- Allergien, die die Ohrhaut empfindlich machen
- Ohrmilben oder andere Parasiten
- Feuchtigkeit im Ohr, etwa nach dem Baden
- übermäßige Vermehrung von Bakterien oder Hefepilzen
- Fremdkörper wie Grannen oder anatomisch enge Gehörgänge
Was Sie tun können
Halten Sie die Ohren Ihres Hundes trocken, besonders nach dem Baden oder Schwimmen, und vermeiden Sie es, mit Wattestäbchen tief im Gehörgang zu reinigen, da dies das Ohr zusätzlich reizt. Beobachten Sie die Ohren regelmäßig auf Rötung, Geruch oder Ausfluss. Da Ohrentzündungen häufig eine Grundursache wie eine Allergie haben, ist deren Abklärung für dauerhafte Besserung wichtig.
Wann zum Tierarzt
Stellen Sie Ihren Hund tierärztlich vor, wenn das Ohr gerötet, schmerzhaft oder riechend ist, vermehrt Sekret bildet oder Ihr Hund häufig den Kopf schüttelt. Eine schiefe Kopfhaltung, deutliche Schmerzen oder wiederkehrende Entzündungen sollten zeitnah untersucht werden.