Was ist das?
Eine Leberverfettung, fachsprachlich hepatische Lipidose genannt, entsteht, wenn ein Kaninchen über längere Zeit nicht oder zu wenig frisst. Der Körper baut dann Fettreserven ab und schwemmt sie in die Leber, die dadurch überlastet und verfettet. Das ist lebensbedrohlich, weil die verfettete Leber ihre Aufgaben nicht mehr erfüllt und ein Teufelskreis aus Appetitlosigkeit und Leberschaden entsteht.
Typische Anzeichen
Eine Leberverfettung zeigt sich als sich verschlechterndes Allgemeinbefinden:
- Anhaltende Fressunlust
- Zunehmende Schwäche und Apathie
- Gewichtsverlust
- Manchmal eine gelbliche Verfärbung der Schleimhäute
- Verschlechterung trotz scheinbar harmlosem Beginn
Mögliche Ursachen
Auslöser ist immer eine längere Fresspause:
- Magen-Darm-Stase mit Nahrungsverweigerung
- Schmerzen, etwa durch Zahnprobleme
- Stress, der den Appetit unterdrückt
- Andere Erkrankungen mit Appetitverlust
Was Sie tun können
Die wichtigste Vorbeugung ist, dass ein Kaninchen niemals lange ohne Futter bleibt. Bieten Sie schmackhaftes Grünfutter und Heu an, ohne zu zwingen, und beobachten Sie die Futteraufnahme genau.
Wann zum Tierarzt
Frisst ein Kaninchen über mehrere Stunden bis Tage nicht, droht eine Leberverfettung; dies ist ein Notfall und erfordert rasche tierärztliche Hilfe.