Was ist das?
Krallen wachsen bei Nagetieren ständig nach und werden normalerweise durch Bewegung und Graben abgenutzt. Bei zu wenig Abrieb werden sie zu lang, krümmen sich und können sich beim Laufen verheddern oder sogar in den Ballen einwachsen. Überlange Krallen verändern die Fußstellung, belasten die Gelenke falsch und können das Tier beim Laufen behindern und verletzen.
Typische Anzeichen
Zu lange Krallen erkennt man an Pfoten und Gangbild:
- Stark gebogene, korkenzieherartige oder einwachsende Krallen
- Hängenbleiben an Einstreu, Stoff oder Gitter
- Verändertes, vorsichtiges Laufen
- In schweren Fällen Wunden am Ballen durch eingewachsene Krallen
Mögliche Ursachen
Mangelnder Abrieb hat meist mit der Haltung zu tun:
- Zu wenig Bewegung und fehlende Gelegenheit zum Graben
- Weicher Untergrund ohne abreibende Flächen
- Hohes Alter mit nachlassender Aktivität
- Fehlstellungen der Pfoten
Was Sie tun können
Bieten Sie Bewegungsmöglichkeiten, Grabgelegenheiten und raue Flächen an. Kürzen Sie die Krallen nur, wenn Sie sich sicher sind, wo der durchblutete Teil endet, sonst lassen Sie es zeigen.
Wann zum Tierarzt
Wenn Krallen einwachsen, das Tier behindern oder Sie sich beim Kürzen unsicher sind, sollte ein Tierarzt die Krallen fachgerecht kürzen.