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Zu lange Krallen bei Nagetieren

auch: überlange Krallen · Krallenüberlänge

Nagetiere★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-06-28
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
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Zustand im Blick behalten, bei Verschlechterung zum Tierarzt.

Was ist das?

Krallen wachsen bei Nagetieren ständig nach und werden normalerweise durch Bewegung und Graben abgenutzt. Bei zu wenig Abrieb werden sie zu lang, krümmen sich und können sich beim Laufen verheddern oder sogar in den Ballen einwachsen. Überlange Krallen verändern die Fußstellung, belasten die Gelenke falsch und können das Tier beim Laufen behindern und verletzen.

Typische Anzeichen

Zu lange Krallen erkennt man an Pfoten und Gangbild:

  • Stark gebogene, korkenzieherartige oder einwachsende Krallen
  • Hängenbleiben an Einstreu, Stoff oder Gitter
  • Verändertes, vorsichtiges Laufen
  • In schweren Fällen Wunden am Ballen durch eingewachsene Krallen

Mögliche Ursachen

Mangelnder Abrieb hat meist mit der Haltung zu tun:

  • Zu wenig Bewegung und fehlende Gelegenheit zum Graben
  • Weicher Untergrund ohne abreibende Flächen
  • Hohes Alter mit nachlassender Aktivität
  • Fehlstellungen der Pfoten

Was Sie tun können

Bieten Sie Bewegungsmöglichkeiten, Grabgelegenheiten und raue Flächen an. Kürzen Sie die Krallen nur, wenn Sie sich sicher sind, wo der durchblutete Teil endet, sonst lassen Sie es zeigen.

Wann zum Tierarzt

Wenn Krallen einwachsen, das Tier behindern oder Sie sich beim Kürzen unsicher sind, sollte ein Tierarzt die Krallen fachgerecht kürzen.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.