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Verlust von Jungtieren (Kannibalismus) beim Kaninchen

auch: Wurfkannibalismus

Kaninchen★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-06-28
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Von Kannibalismus spricht man, wenn eine Häsin ihre eigenen Jungen verletzt oder auffrisst. Bei Kaninchen geschieht dies meist nicht aus Bosheit, sondern aus Stress, Überforderung, Schmerz oder einem natürlichen Instinkt, ein nicht lebensfähiges Junges zu beseitigen. Das ist bedeutsam, weil sich die Jungtiere und manchmal auch das Muttertier in einer kritischen Lage befinden.

Typische Anzeichen

Ein gestörtes Mutterverhalten zeigt sich rund um das Nest:

  • Verletzte oder fehlende Jungtiere
  • Blutspuren im oder am Nest
  • Unruhe und Nervosität der Häsin
  • Vernachlässigung des Nestes
  • Manchmal Aggression

Mögliche Ursachen

Solches Verhalten entsteht meist durch Stress oder körperliche Probleme:

  • Stress durch Störungen, Lärm oder Beobachtung
  • Unerfahrenheit junger Mütter
  • Schmerzen, etwa bei Gesäugeentzündung
  • Nicht lebensfähige oder kranke Junge

Was Sie tun können

Sorgen Sie für absolute Ruhe und einen geschützten, störungsfreien Nestbereich und beobachten Sie nur aus der Distanz. Vermeiden Sie jede Aufregung rund um das Nest.

Wann zum Tierarzt

Bei verletzten Jungen, Blutungen oder erkennbarem Stress des Muttertiers sollten Sie tierärztlichen Rat suchen, auch um eine schmerzhafte Erkrankung der Häsin auszuschließen.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.