VetGuru

Kaninchensyphilis beim Kaninchen: Anzeichen und was Sie beobachten sollten

auch: Treponematose · Spirochätose

Kaninchen★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Beobachten
Zustand im Blick behalten, bei Verschlechterung zum Tierarzt.

Was ist das?

Die Kaninchensyphilis, fachsprachlich Treponematose genannt, ist eine bakterielle Infektion mit schraubenförmigen Bakterien, den Spirochäten. Trotz ihres Namens hat sie nichts mit der menschlichen Syphilis zu tun und ist nicht auf den Menschen übertragbar. Charakteristisch sind Rötungen, Krusten und Entzündungen an Nase, Lippen und an den Geschlechtsteilen. Die Erreger werden vor allem beim Deckakt zwischen Tieren übertragen, können aber auch von der Häsin auf ihre Jungtiere übergehen. Bedeutsam ist die Erkrankung, weil sie ohne Behandlung bestehen bleibt, immer wieder aufflammen und sich im Bestand ausbreiten kann. Häufig tritt sie in Erscheinung, wenn das Immunsystem durch Stress oder andere Belastungen geschwächt ist.

Typische Anzeichen

Die Kaninchensyphilis zeigt sich an Haut und Schleimhäuten:

  • Krusten, Rötungen und Schorf an Nase und Lippen
  • Entzündete, verkrustete Geschlechtsteile
  • Schwellungen in der Genitalregion
  • Manchmal verminderte Fruchtbarkeit
  • Verschlechterung bei Stress

Mögliche Ursachen

Die Bakterien werden vor allem durch direkten Kontakt übertragen:

  • Übertragung beim Deckakt zwischen Tieren
  • Vom Muttertier auf die Jungen während der Geburt
  • Direkter Schleimhautkontakt

Was Sie tun können

Trennen Sie betroffene Tiere von der Zucht und halten Sie das Umfeld sauber. Beobachten Sie alle zusammenlebenden Tiere, da der Erreger sich beim Kontakt verbreitet.

Kaninchensyphilis beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?

Krusten und Entzündungen an Nase, Lippen oder Genitalien sollten tierärztlich abgeklärt werden, da die Kaninchensyphilis sich gezielt behandeln lässt und sonst chronisch wird oder immer wiederkehrt. Auch wenn nur ein Tier eines Paares oder einer Gruppe Veränderungen zeigt, ist ein Besuch ratsam, denn die Erkrankung überträgt sich beim Deckakt zwischen den Tieren. Beobachten Sie, ob die Hautveränderungen sich ausbreiten oder das Kaninchen dadurch schlechter frisst. Da diese Form der Infektion in aller Regel nicht als akuter Notfall auftritt, genügt meist ein zeitnah geplanter Termin. Wird das Kaninchen jedoch matt, verweigert es die Nahrung oder kommen weitere Krankheitszeichen hinzu, sollten Sie das Tier rascher vorstellen. Eine frühe Behandlung verhindert einen langwierigen Verlauf.

Teilen:WhatsAppFacebookX E-Mail

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.