Was ist das?
Die Kaninchensyphilis, fachsprachlich Treponematose genannt, ist eine bakterielle Infektion mit Spirochäten, die trotz ihres Namens nichts mit der menschlichen Syphilis zu tun hat und nicht auf den Menschen übertragbar ist. Charakteristisch sind Krusten und Entzündungen an Nase, Lippen und Geschlechtsteilen. Bedeutsam ist sie, weil sie sich beim Deckakt zwischen Tieren überträgt und ohne Behandlung bestehen bleibt.
Typische Anzeichen
Die Kaninchensyphilis zeigt sich an Haut und Schleimhäuten:
- Krusten, Rötungen und Schorf an Nase und Lippen
- Entzündete, verkrustete Geschlechtsteile
- Schwellungen in der Genitalregion
- Manchmal verminderte Fruchtbarkeit
- Verschlechterung bei Stress
Mögliche Ursachen
Die Bakterien werden vor allem durch direkten Kontakt übertragen:
- Übertragung beim Deckakt zwischen Tieren
- Vom Muttertier auf die Jungen während der Geburt
- Direkter Schleimhautkontakt
Was Sie tun können
Trennen Sie betroffene Tiere von der Zucht und halten Sie das Umfeld sauber. Beobachten Sie alle zusammenlebenden Tiere, da der Erreger sich beim Kontakt verbreitet.
Wann zum Tierarzt
Krusten an Nase und Genitalien sollten tierärztlich abgeklärt werden, da die Kaninchensyphilis gezielt behandelt werden kann und sonst chronisch wird.