Was ist das?
Bei der Myiasis legen Fliegen ihre Eier auf Wunden, verschmutzten Hautstellen oder im Kloakenbereich ab. Aus den Eiern schlüpfen Maden, die sich von Gewebe ernähren und dabei in die Haut und tiefer einbohren. Das Gewebe wird zerstört, es entsteht ein übler Geruch und die Wunde vergrößert sich rasch. Besonders gefährdet sind geschwächte Tiere in Außenhaltung oder bei mangelnder Hygiene. Ein Madenbefall ist sehr ernst und schreitet schnell voran.
Typische Anzeichen
Anzeichen eines Madenbefalls sind:
- sichtbare weiße Maden in Wunden oder Hautfalten
- übler, fauliger Geruch
- sich vergrößernde, nässende Wunden
- Schwäche und Teilnahmslosigkeit
- verschmutzter Kloakenbereich
Mögliche Ursachen
Begünstigend wirken:
- offene Wunden oder verschmutzte Haut
- Außenhaltung mit Fliegenkontakt
- geschwächte oder bewegungsunfähige Tiere
- mangelnde Hygiene
Was Sie tun können
Bringen Sie das Tier sofort in eine fliegensichere, saubere Umgebung und halten Sie Wunden und den Kloakenbereich sauber. Versuchen Sie nicht, eingebohrte Maden selbst herauszuholen.
Wann zum Tierarzt
Ein Fliegenmadenbefall ist ein Notfall und muss umgehend tierärztlich versorgt werden, da die Maden rasch Gewebe zerstören.