Was ist das?
Ein Harnröhrenverschluss liegt vor, wenn die Harnröhre, der Kanal von der Blase nach außen, verstopft ist und kein Urin mehr abfließen kann. Häufige Ursachen sind kleine Steine oder Kristalle, die sich in der engen Harnröhre verkeilen. Da der Urin nicht abfließen kann, staut er sich zurück bis in die Nieren, und giftige Stoffwechselprodukte reichern sich im Blut an. Dieser Zustand ist hochgradig schmerzhaft und kann innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden.
Typische Anzeichen
Ein Harnröhrenverschluss zeigt sich durch dramatische Beschwerden beim Wasserlassen.
- starkes, erfolgloses Pressen ohne Urinabsatz
- nur tröpfchenweiser oder gar kein Harn
- sichtbare Schmerzen und Unruhe
- harter, druckschmerzhafter Bauch
- zunehmende Schwäche, Erbrechen und Teilnahmslosigkeit
Mögliche Ursachen
Ein Verschluss der Harnröhre kann verschiedene Auslöser haben.
- verkeilte Harnsteine oder Harngrieß
- starke Verkrampfung der Harnröhre
- Schwellungen oder Entzündungen
- Tumoren im Harnabflussbereich
- Verletzungen im Beckenbereich
Was Sie tun können
Behandeln Sie ausbleibenden Urinabsatz trotz Pressens als akuten Notfall und bringen Sie Ihren Hund sofort in tierärztliche Behandlung. Versuchen Sie nicht, durch Druck auf den Bauch das Wasserlassen zu erzwingen. Halten Sie ihn ruhig und transportieren Sie ihn schonend.
Wann zum Tierarzt
Ein Harnröhrenverschluss erfordert sofortige tierärztliche Hilfe, da die gestaute Harnblase platzen und der Körper innerhalb von Stunden vergiften kann. Zögern Sie nicht, auch nachts den tierärztlichen Notdienst aufzusuchen.