Was ist das?
Eine Geburtsstörung, fachsprachlich Dystokie genannt, bedeutet, dass die Geburt der Jungen nicht normal verläuft, etwa weil ein Junges falsch liegt oder zu groß ist. Das ist ein Notfall, weil die Häsin vergeblich presst, sich erschöpft und die ungeborenen Jungen ersticken können. Auch eine Vergiftung des Körpers durch zurückbleibende Jungtiere droht.
Typische Anzeichen
Eine Geburtsstörung zeigt sich durch erfolgloses Pressen:
- Anhaltendes, erfolgloses Pressen über längere Zeit
- Sichtbares Junges, das im Geburtsweg steckt
- Blutiger oder grünlicher Ausfluss ohne Geburt
- Zunehmende Erschöpfung und Apathie der Häsin
- Unruhe und Schmerzäußerungen
Mögliche Ursachen
Eine Dystokie entsteht durch verschiedene Geburtshindernisse:
- Falsche Lage eines Jungtiers
- Zu große Junge im Verhältnis zum Geburtsweg
- Wehenschwäche, etwa durch Kalziummangel
- Übergewicht oder Erschöpfung der Häsin
Was Sie tun können
Sorgen Sie für absolute Ruhe und stören Sie die Häsin nicht unnötig, beobachten Sie aber den Geburtsverlauf aufmerksam. Versuchen Sie nicht, selbst am steckenden Jungen zu ziehen.
Wann zum Tierarzt
Presst die Häsin lange erfolglos oder zeigt sie Erschöpfung, ist dies ein Notfall, der sofortige tierärztliche Hilfe erfordert.