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Gebärmuttervorfall beim Kaninchen: Warnzeichen erkennen und sofort handeln

auch: Uterusprolaps

Kaninchen★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-10-01

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Erstellt von der VetGuru-Redaktion mithilfe von KI · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
Sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Was ist das?

Ein Gebärmuttervorfall beim Kaninchen, fachsprachlich Uterusprolaps genannt, bedeutet, dass sich die Gebärmutter nach außen umstülpt und ganz oder teilweise durch die Scheide hervortritt. Er ereignet sich meist im Zusammenhang mit einer schweren, langwierigen oder komplizierten Geburt, bei der die Häsin stark und anhaltend presst. Das vorgefallene Gewebe liegt dann ungeschützt außerhalb des Körpers und ist ein absoluter Notfall. Es trocknet an der Luft aus, schwillt an, kann sich rasch infizieren und stark bluten. Dadurch gerät das Muttertier innerhalb kurzer Zeit in Lebensgefahr, weil es viel Blut verliert und der Kreislauf zusammenbrechen kann. Ohne sofortige Versorgung stirbt das abgestorbene Gewebe ab und der Zustand verschlechtert sich dramatisch.

Typische Anzeichen

Ein Gebärmuttervorfall ist meist direkt sichtbar:

  • Ein rötliches, schlauchförmiges Gewebe an der Scheide
  • Blutung und Ausfluss
  • Pressen und Schmerzäußerungen
  • Hochgradige Schwäche und Apathie
  • Auftreten meist kurz nach der Geburt

Mögliche Ursachen

Ein Vorfall entsteht durch starkes Pressen:

  • Schwere oder komplizierte Geburt
  • Anhaltendes Pressen bei Geburtsstörungen
  • Schwäche der haltenden Strukturen

Was Sie tun können

Halten Sie das vorgefallene Gewebe mit einem sauberen, feuchten Tuch bedeckt, damit es nicht austrocknet, und vermeiden Sie jeden Druck. Bringen Sie das Tier sofort in Ruhe.

Gebärmuttervorfall beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?

Ein Gebärmuttervorfall ist ein absoluter Notfall, bei dem das Leben des Muttertiers unmittelbar in Gefahr ist. Sehen Sie nach oder während einer Geburt vorgefallenes, rötliches Gewebe an der Scheide, warten Sie keinesfalls ab, sondern stellen Sie die Häsin ohne Verzögerung in einer kaninchenkundigen Notdienstpraxis oder Tierklinik vor. Jede Verzögerung erhöht das Risiko, dass das Gewebe abstirbt, sich infiziert und die Häsin durch Blutverlust und Kreislaufversagen verstirbt. Ein solcher Vorfall ist niemals ein Fall zum Beobachten, sondern erfordert immer eine sofortige tierärztliche Versorgung. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie trotzdem sofort los und lassen Sie sich durch weitere Anrufversuche nicht aufhalten.

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