Was ist das?
Ein Gebärmuttertumor ist eine Geschwulst, die aus dem Gewebe der Gebärmutter hervorgeht. Bei älteren, nicht kastrierten Weibchen kommt er relativ häufig vor. Solche Tumoren können bluten, sodass sich ein blutiger Ausfluss aus der Scheide zeigt, und sie können stark wachsen und einen großen Teil des Bauchraums ausfüllen. Manche Gebärmuttertumoren sind gutartig, andere bösartig und können sich in andere Bereiche des Körpers ausbreiten. Von außen lässt sich die Art der Geschwulst nicht sicher beurteilen. Wie bei anderen inneren Tumoren ist deshalb eine frühzeitige Einschätzung für die Behandlung entscheidend, denn kleinere Geschwülste lassen sich meist schonender versorgen als große. Weil der Tumor lange im Körperinneren verborgen bleibt, sollten unklare Veränderungen ernst genommen werden.
Typische Anzeichen
Ein Gebärmuttertumor zeigt sich oft über Blutungen:
- Blutiger Ausfluss aus der Scheide oder blutiger Harn
- Ein zunehmend umfangreicher Bauch
- Gewichtsverlust und Mattigkeit
- Manchmal eine tastbare Verhärtung im Bauch
Mögliche Ursachen
Die Entstehung ist meist hormonell und altersbedingt:
- Hormoneller Einfluss bei nicht kastrierten Weibchen
- Hohes Alter
- Erbliche Veranlagung
Was Sie tun können
Beobachten Sie auf blutigen Ausfluss und einen wachsenden Bauchumfang und wiegen Sie das Tier regelmäßig. Drücken Sie nicht auf den Bauch.
Gebärmuttertumor bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei Anzeichen wie blutigem Ausfluss aus der Scheide, einem zunehmend dicker werdenden Bauch oder allgemeiner Mattigkeit sollten Sie zeitnah einen Tierarzt untersuchen lassen, da eine frühe Behandlung die Aussichten deutlich verbessert. Warten Sie nicht ab, ob sich der Ausfluss von selbst legt, denn ein Gebärmuttertumor bildet sich nicht zurück, sondern wächst in der Regel weiter. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn eine starke, anhaltende Blutung aus der Scheide auftritt, wenn das Tier zunehmend schwach und teilnahmslos wird oder wenn es das Futter vollständig verweigert. Solche Zeichen deuten auf eine bedrohliche Verschlechterung hin. In diesen Fällen müssen Sie umgehend tierärztliche Hilfe aufsuchen, notfalls über einen tierärztlichen Notdienst, damit das Tier rasch versorgt und stabilisiert werden kann.