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Durchblutungsstörung an Pfote oder Schwanz bei Nagetieren

auch: Abschnürung · Ischämie · Strangulation

Nagetiere★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-06-28
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
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Was ist das?

Bei einer Durchblutungsstörung wird ein Körperteil wie Pfote oder Schwanz nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Häufig liegt eine Abschnürung zugrunde, etwa wenn sich Haare, Fäden oder Einstreufasern eng um Zehen oder Schwanz wickeln. Das unterbundene Gewebe wird nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, schwillt an, verfärbt sich und kann absterben. Das ist ein Notfall, weil der betroffene Körperteil ohne rasche Hilfe verloren gehen kann.

Typische Anzeichen

Eine Durchblutungsstörung zeigt sich am betroffenen Körperteil:

  • Anschwellen von Zehen, Pfote oder Schwanzspitze
  • Blasse, bläuliche oder dunkle Verfärbung
  • Kühle, gefühllose Stelle
  • Eine sichtbar einschnürende Faser oder ein Haar
  • Benagen der betroffenen Stelle

Mögliche Ursachen

Eine Abschnürung entsteht meist durch umwickelndes Material:

  • Um Zehen oder Schwanz gewickelte lange Haare oder Fäden
  • Einstreufasern oder Wollreste
  • Verbände, die zu eng sitzen
  • Schwellungen, die Gefäße abdrücken

Was Sie tun können

Suchen Sie nach einschnürenden Haaren oder Fäden, lösen Sie diese aber nur, wenn es ohne Verletzung möglich ist. Bringen Sie das Tier sonst rasch zur Tierärztin oder zum Tierarzt.

Wann zum Tierarzt

Eine Durchblutungsstörung ist ein Notfall. Bei verfärbten, geschwollenen oder kalten Körperenden ist umgehend tierärztliche Hilfe nötig.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.