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Durchblutungsstörung an Pfote oder Schwanz bei Nagetieren: Anzeichen erkennen und richtig handeln

auch: Abschnürung · Ischämie · Strangulation

Nagetiere★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-10-01

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Erstellt von der VetGuru-Redaktion mithilfe von KI · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
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Was ist das?

Eine Durchblutungsstörung an Pfote oder Schwanz liegt vor, wenn ein Körperteil nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Bei Nagetieren geht ihr häufig eine Abschnürung voraus, etwa wenn sich Haare, Fäden oder Einstreufasern eng um Zehen oder Schwanz wickeln und wie eine Fessel wirken. Bei diesem Krankheitsbild wird das dahinterliegende Gewebe von der Blut- und damit Sauerstoffversorgung abgeschnitten. In der Folge schwillt der Körperteil an, verfärbt sich, wird kalt und kann schließlich absterben. Das Ganze ist ein Notfall, weil der betroffene Zeh, die Pfote oder der Schwanz ohne rasche Hilfe unwiederbringlich verloren gehen kann. Je früher die Abschnürung erkannt wird, desto besser lässt sich der Körperteil erhalten.

Typische Anzeichen

Eine Durchblutungsstörung zeigt sich am betroffenen Körperteil:

  • Anschwellen von Zehen, Pfote oder Schwanzspitze
  • Blasse, bläuliche oder dunkle Verfärbung
  • Kühle, gefühllose Stelle
  • Eine sichtbar einschnürende Faser oder ein Haar
  • Benagen der betroffenen Stelle

Mögliche Ursachen

Eine Abschnürung entsteht meist durch umwickelndes Material:

  • Um Zehen oder Schwanz gewickelte lange Haare oder Fäden
  • Einstreufasern oder Wollreste
  • Verbände, die zu eng sitzen
  • Schwellungen, die Gefäße abdrücken

Was Sie tun können

Suchen Sie nach einschnürenden Haaren oder Fäden, lösen Sie diese aber nur, wenn es ohne Verletzung möglich ist. Bringen Sie das Tier sonst rasch zur Tierärztin oder zum Tierarzt.

Durchblutungsstörung an Pfote oder Schwanz bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?

Eine Durchblutungsstörung ist immer ein Notfall, denn ohne rasche Hilfe kann der betroffene Körperteil absterben und verloren gehen. Kontaktieren Sie sofort eine für Nagetiere geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie das Tier ohne Verzögerung dort vor, sobald eine Pfote, ein Zeh oder der Schwanz verfärbt, geschwollen, kalt oder auffällig eingeschnürt erscheint oder das Tier den Bereich stark beknabbert. Warten Sie nicht ab, ob sich die Lage von selbst bessert; auch bei nur vermuteter feiner Abschnürung ist die sofortige Vorstellung geboten, da jede Stunde zählt. Versuchen Sie nicht, festsitzende Haare oder Fäden gewaltsam selbst zu entfernen, sondern überlassen Sie dies dem Tierarzt, um weitere Schäden zu vermeiden. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man dort auf Sie vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie trotzdem unverzüglich los.

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