Was ist das?
Bissverletzungen entstehen bei Rangkämpfen oder Unverträglichkeiten zwischen Artgenossen. Die Zähne dringen tief ein und bringen Bakterien aus dem Maul in die Wunde, während sich die Hautöffnung außen schnell wieder schließt. Dadurch bilden sich besonders leicht Abszesse, also abgekapselte Eiterherde unter der scheinbar verheilten Haut. Bissverletzungen sollten daher immer ernst genommen werden, auch wenn sie äußerlich klein wirken.
Typische Anzeichen
Bissverletzungen zeigen sich an Haut und Verhalten:
- Kleine Wunden, Kratzer oder ausgerissene Fellstellen
- Blutungen, oft am Rücken, an den Flanken oder am Hinterteil
- Später Schwellungen oder Abszesse unter der Haut
- Schmerzempfindlichkeit und Rückzug
- Mattigkeit bei Infektion
Mögliche Ursachen
Bissverletzungen entstehen durch soziale Konflikte:
- Rangkämpfe in der Gruppe
- Unverträglichkeit nach Neuvergesellschaftung
- Konkurrenz um Futter, Plätze oder Partner
- Enge, reizarme Haltung mit zu wenig Platz
Was Sie tun können
Trennen Sie sich beißende Tiere und halten Sie Wunden sauber. Beobachten Sie die Stellen in den folgenden Tagen genau auf Schwellungen, da sich verzögert Abszesse bilden können.
Wann zum Tierarzt
Tiefe Bisswunden oder spätere Schwellungen sollten tierärztlich versorgt werden, da sich aus Bissen häufig Abszesse entwickeln.