# Weiche oder verformte Eier bei Vögeln

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/symptome/weiche-eier-voegel
Tierarten: Vögel
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Weichschalige oder missgebildete Eier deuten auf Calcium- oder Hormonprobleme hin.

## Was bedeutet das?

Normalerweise legen Vögel Eier mit einer festen, glatten Kalkschale. Werden die Eier weichschalig, dünnschalig, rau oder verformt, fehlt es meist an Calcium oder an Vitamin D, das der Körper für den Einbau des Calciums in die Schale benötigt. Auch ein Ungleichgewicht der Hormone, eine Entzündung des Legedarms oder eine allgemeine Schwächung können die Schalenbildung stören. Häufiges, hormonell bedingtes Legen erschöpft die Calciumvorräte zusätzlich und begünstigt das Problem. Weichschalige Eier sind ein wichtiges Warnzeichen, denn sie lassen sich schlecht durch den Legedarm schieben und erhöhen die Gefahr einer Legenot deutlich. Zudem kann ein starker Calciummangel auch andere Beschwerden wie Zittern oder Krämpfe auslösen, weshalb weiche Eier nicht ignoriert werden sollten.

## Worauf Sie achten sollten

Achten Sie auf Schale und Legeverhalten:
– weiche, dünne oder fehlende Eischale
– verformte oder unregelmäßige Eier
– häufiges oder dauerhaftes Legen
– Pressen ohne Eiablage
– Schwäche oder Zittern als Zeichen von Calciummangel

## Wann zum Tierarzt

Weichschalige oder verformte Eier sollten tierärztlich abgeklärt werden, da meist ein Calcium- oder Hormonproblem dahintersteckt und die Gefahr einer Legenot besteht. Zügig vorstellen sollten Sie den Vogel, wenn er häufig legt, zusätzlich zittert, matt wirkt, presst oder eine Bauchschwellung zeigt - solche Zeichen sprechen für einen ausgeprägten Mangel oder eine beginnende Legenot. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn der Vogel anhaltend erfolglos presst, schwach am Boden sitzt oder angestrengt atmet; dann kann ein weiches Ei feststecken. Sorgen Sie grundsätzlich für eine ausgewogene, calcium- und vitaminreiche Ernährung sowie ausreichend Tageslicht oder geeignetes Licht. Bei Dauerlegern sollte die tierärztliche Praxis auch besprechen, wie sich das übermäßige Legen und damit die Belastung der Reserven verringern lässt.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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