# Trachtenfussung beim Pferd

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/symptome/trachtenfussung-pferd
Tierarten: Pferde
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-10-01

Auffussen mit der Trachte zuerst, um die schmerzende Zehe zu entlasten.

## Was bedeutet das?

Trachtenfußung bezeichnet ein Auffußen, bei dem das Pferd die hintere Hufhälfte, die Trachte, zuerst aufsetzt statt gleichmäßig oder mit der Zehe. Damit entlastet es die schmerzende Zehe und verlagert das Gewicht nach hinten. Diese Schonhaltung deutet auf Schmerzen im vorderen Bereich des Hufs oder der Zehe hin und ist ein typisches Zeichen bei akuter Hufrehe, kann aber auch bei anderen schmerzhaften Huferkrankungen auftreten. Häufig zeigt sich zusätzlich ein klammer, trippelnder Gang, warme Hufe und ein verstärktes Pulsieren der Arterie. Betroffen sind oft beide Vorderbeine, sodass das Pferd sie nach vorne stellt und das Gewicht nach hinten verlagert. Weil eine Hufrehe rasch fortschreitet, ist die genaue Beobachtung von Gang, Hufwärme und Haltung sehr wichtig für die Einschätzung.

## Worauf Sie achten sollten

Achten Sie auf die Fussung und Begleitzeichen:
– Aufsetzen mit der Trachte zuerst
– vorsichtiger, klammer Gang
– warme Hufe
– begleitende Lahmheit

## Wann zum Tierarzt

Trachtenfußung mit warmen Hufen oder verstärkter Pulsation kann auf eine akute Hufrehe hindeuten und ist damit ein Notfall. Zum sofortigen Notfall wird die Lage besonders, wenn zusätzlich eine ausgeprägte Schonhaltung beider Vorderbeine besteht, bei der das Pferd das Gewicht deutlich nach hinten verlagert. Kontaktieren Sie in diesem Fall umgehend einen pferdeerfahrenen tierärztlichen Notdienst oder eine Pferdeklinik und lassen Sie das Pferd ohne Verzögerung vorstellen. Schildern Sie dabei Gang, Hufwärme und Pulsation so genau wie möglich. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, doch wenn niemand erreichbar ist, darf der Anruf die Fahrt beziehungsweise die Vorstellung nicht aufhalten.

## Wann ist es ein Notfall?

– Trachtenfussung mit warmen Hufen
– ausgepraegte Schonhaltung beider Vorderbeine

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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