# Lichtscheu bei Vögeln

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/symptome/lichtscheu-voegel
Tierarten: Vögel
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Zusammengekniffene Augen und Meiden von Licht deuten auf Augenschmerzen hin.

## Was bedeutet das?

Lichtscheu bedeutet, dass ein Vogel das Auge zusammenkneift, im Hellen vermehrt blinzelt oder helle Bereiche meidet. Das ist ein Hinweis auf Schmerzen oder eine Reizung des Auges. Ein gesunder Vogel hält die Augen weit geöffnet und reagiert nicht empfindlich auf normales Tageslicht. Mögliche Ursachen für Lichtscheu sind eine Bindehaut- oder Hornhautentzündung, eine Verletzung der Hornhaut, ein Fremdkörper im Auge oder eine Entzündung im Augeninneren. Auch eine Erkrankung der angrenzenden Nasennebenhöhlen kann auf das Auge übergreifen und es empfindlich machen. Häufig geht die Lichtscheu mit vermehrtem Tränen, Augenausfluss oder einem geschwollenen Lid einher. Weil dahinter oft eine schmerzhafte und behandlungsbedürftige Augenerkrankung steckt, sollte das Zeichen ernst genommen werden.

## Worauf Sie achten sollten

Beobachten Sie das betroffene Auge:
– zusammengekniffenes oder halb geschlossenes Auge
– vermehrtes Blinzeln
– Meiden heller Bereiche
– Tränenfluss oder Sekret
– Reiben des Kopfes

## Wann zum Tierarzt

Lichtscheu sollte tierärztlich abgeklärt werden, da sie fast immer auf eine schmerzhafte Augenentzündung oder eine Verletzung hinweist, die behandelt werden muss, um bleibende Schäden am Auge zu vermeiden. Besonders zügig ist eine Vorstellung angebracht, wenn das Auge zusätzlich tränt, Sekret absondert, das Lid geschwollen ist, das Auge getrübt erscheint oder der Vogel das Auge dauerhaft geschlossen hält. Auch wenn der Vogel dabei matt wirkt oder schlechter frisst, sollten Sie nicht abwarten. Vermeiden Sie grelles Licht und bieten Sie dem Vogel eine ruhige, gedämpft beleuchtete Umgebung an, bis er untersucht werden kann. Versuchen Sie nicht, einen vermuteten Fremdkörper selbst zu entfernen oder das Auge mit eigenen Mitteln zu behandeln, sondern überlassen Sie das dem Tierarzt.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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