# Vermehrtes Kratzen am Kopf bei Vögeln

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/symptome/kratzen-am-kopf-voegel
Tierarten: Vögel
Dringlichkeit: beobachten
Stand: 2026-07-23

Häufiges Kratzen am Kopf kann auf Milben, Räude oder eine Reizung hinweisen.

## Was bedeutet das?

Wenn ein Vogel sich auffällig häufig am Kopf kratzt oder den Kopf an Gegenständen reibt, deutet das auf eine Reizung in diesem Bereich hin. Den Kopf kann der Vogel mit dem Schnabel nicht erreichen, daher kratzt er mit dem Fuß oder scheuert ihn an Stangen und Einrichtung. Mögliche Ursachen sind Milben an der Schnabelbasis oder im Gefieder, etwa Grabmilben, eine Entzündung der Ohren oder Nasennebenhöhlen, Krusten an der Wachshaut oder trockene, gereizte Haut. Auch eine beginnende Mauser oder Federbälge können jucken. Gelegentliches Kratzen zur Gefiederpflege ist normal; auffällig wird es, wenn es sehr häufig auftritt, sich verstärkt oder mit Veränderungen der Haut einhergeht. Die Begleitzeichen helfen, die Ursache einzugrenzen.

## Worauf Sie achten sollten

Beobachten Sie Häufigkeit und Stellen:
– häufiges Kratzen mit dem Fuß am Kopf
– Reiben des Kopfes an Stangen oder Gittern
– Krusten an Schnabel oder Augenrand
– begleitendes Niesen oder Ohrenausfluss
– kahle Stellen am Kopf

## Wann zum Tierarzt

Anhaltendes oder zunehmendes Kratzen am Kopf sollte tierärztlich abgeklärt werden, um Milben oder eine Entzündung als Ursache zu erkennen und gezielt zu behandeln. Beobachten Sie zunächst, ob zusätzlich Veränderungen sichtbar sind, etwa Krusten oder poröse Beläge an Schnabelbasis und Wachshaut, kahle Stellen, Rötungen oder ein verändertes Schnabelwachstum - solche Zeichen sprechen für einen Milbenbefall und sollten zeitnah untersucht werden. Auch wenn der Vogel sich blutig kratzt, unruhig wird oder schlechter frisst, ist eine Vorstellung angebracht. Ein akuter Notfall ist reines Kopfkratzen in der Regel nicht, doch sollte man es nicht dauerhaft ignorieren, da unbehandelte Milben oder Entzündungen fortschreiten. Behandeln Sie nicht auf eigene Faust, sondern lassen Sie die Ursache zunächst abklären.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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