# Gelblicher Kot oder Harn bei Vögeln

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/symptome/gelblicher-kot-voegel
Tierarten: Vögel
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Ein gelblich verfärbter Harnanteil kann ein Hinweis auf eine Lebererkrankung sein.

## Was bedeutet das?

Der weiße Anteil im Vogelkot besteht aus Harnsäure und ist bei einem gesunden Vogel rein weiß bis leicht cremefarben. Verfärbt sich dieser Anteil dauerhaft gelblich, senffarben oder grünlich, kann das darauf hindeuten, dass die Leber Gallenfarbstoffe nicht mehr richtig verarbeitet und diese in den Kreislauf und den Harn gelangen. Eine solche Verfärbung ist ein wichtiges und oft frühes Zeichen einer Lebererkrankung, das lange auffallen kann, bevor der Vogel äußerlich krank wirkt. Manchmal ist auch der Harnanteil deutlich vermehrt oder der Kot insgesamt grünlich. Weil die Leber eine zentrale Rolle im Stoffwechsel spielt, sollte ein anhaltend verfärbter Harnanteil ernst genommen und nicht als vorübergehende Futterfolge abgetan werden.

## Worauf Sie achten sollten

Achten Sie auf den weißen Kotanteil:
– gelbliche oder grünliche statt weiße Harnsäure
– anhaltende Verfärbung über mehrere Tage
– begleitender Gewichtsverlust
– stumpfes oder verändertes Gefieder
– Mattigkeit

## Wann zum Tierarzt

Ein dauerhaft gelblich oder grünlich verfärbter Harnanteil sollte von einem vogelkundigen Tierarzt abgeklärt werden, da er häufig auf eine behandlungsbedürftige Lebererkrankung hinweist, die frühzeitig erkannt besser beeinflussbar ist. Vereinbaren Sie einen baldigen Termin, sobald Ihnen die Verfärbung über mehrere Tage auffällt, und achten Sie darauf, ob sie sich durch stark gefärbtes Futter erklären lässt. Besonders dringlich ist die Vorstellung, wenn zugleich Appetitlosigkeit, Abmagerung, ein aufgeplustertes Sitzen, grünlicher Kot oder Mattigkeit auftreten. Bringen Sie möglichst eine frische Kotprobe mit, an der sich der veränderte Harnanteil gut beurteilen lässt. Verschlechtert sich der Allgemeinzustand rasch oder frisst der Vogel kaum noch, sollten Sie nicht länger abwarten, sondern ihn umgehend am selben Tag vorstellen, um die Ursache zeitnah einzugrenzen.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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