# Federfressen bei Vögeln

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/symptome/federfressen-voegel
Tierarten: Vögel
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Das Beknabbern und Fressen eigener oder fremder Federn kann auf Mangel oder Verhaltensstörung hinweisen.

## Was bedeutet das?

Beim Federfressen beknabbert oder verschluckt ein Vogel Federn, entweder seine eigenen oder die von Artgenossen. Das Verhalten kann eng mit dem Federrupfen zusammenhängen, tritt manchmal aber auch eigenständig auf. Mögliche Ursachen sind Langeweile, Stress und Unterbeschäftigung ebenso wie ein Nährstoffmangel, Parasiten oder Hauterkrankungen. Bei jungen oder mangelhaft ernährten Vögeln wird ein Fressen von Federn manchmal als Versuch gedeutet, fehlende Bausteine auszugleichen. Verschluckte Federn können in seltenen Fällen den Verdauungstrakt belasten oder verkleben. Das Verhalten sollte deshalb nicht als bloße Marotte abgetan werden, sondern als möglicher Hinweis auf ein zugrunde liegendes Problem. Eine genaue Beobachtung, wie oft und in welchen Situationen es auftritt, hilft bei der Einordnung.

## Worauf Sie achten sollten

Beobachten Sie das Verhalten genau:
– Beknabbern und Verschlucken von Federn
– kahle Stellen am eigenen oder am Partnervogel
– Zusammenhang mit Langeweile oder Stress
– einseitige Ernährung
– Hautveränderungen oder Juckreiz

## Wann zum Tierarzt

Anhaltendes Federfressen sollte tierärztlich abgeklärt werden, um Mangelzustände, Parasiten oder Hautprobleme als Ursache zu erkennen und gezielt zu behandeln. Zeitnah vorstellen sollten Sie Ihren Vogel, wenn er regelmäßig Federn frisst, zusätzlich rupft oder wenn sich sein Allgemeinbefinden verändert. Da hinter dem Verhalten sowohl ein Ernährungsproblem als auch eine Erkrankung stecken kann, ist eine Untersuchung sinnvoll, statt lange abzuwarten. Der Tierarzt kann die Ernährung überprüfen und nach körperlichen Auslösern suchen. Achten Sie besonders darauf, ob Zeichen einer Verdauungsstörung hinzukommen. Frisst der Vogel plötzlich nicht mehr, würgt, wirkt aufgeplustert und apathisch oder setzt keinen Kot mehr ab, sollten Sie ihn umgehend einem vogelkundigen Tierarzt vorstellen, da dann eine ernste Belastung des Verdauungstrakts möglich ist.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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