# Augentrübung bei Nagetieren

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/symptome/augentruebung-nagetiere
Tierarten: Nagetiere
Dringlichkeit: dringend
Stand: 2026-07-23

Das Auge wirkt milchig getrübt oder grau verfärbt.

## Was bedeutet das?

Eine Augentrübung ist eine milchige, graue oder bläuliche Verfärbung des sonst klaren Auges. Betroffen sein können die Hornhaut an der Oberfläche oder die Linse im Inneren. Bei einer oberflächlichen Trübung stecken oft Hornhautverletzungen oder Entzündungen dahinter, etwa durch Einstreu, Zugluft oder Reiben. Liegt die Trübung tiefer in der Linse, kann es sich um eine Linsentrübung (grauer Star) handeln, die häufiger bei älteren Tieren auftritt. Je nach Ursache ist das Auge schmerzhaft und lichtempfindlich oder eher schmerzfrei. Da eine Trübung das Sehvermögen beeinträchtigen kann, ist genaue Beobachtung wichtig: Achten Sie darauf, ob ein oder beide Augen betroffen sind, ob das Tier das Auge zukneift und ob die Trübung plötzlich oder allmählich aufgetreten ist.

## Worauf Sie achten sollten

Betrachten Sie das Auge:
– Milchiger oder bläulicher Schleier
– Ein- oder beidseitige Trübung
– Begleitendes Reiben oder Zukneifen
– Veränderte Orientierung des Tieres

## Wann zum Tierarzt

Eine langsam entstehende, schmerzfreie Trübung bei einem älteren Tier können Sie zunächst beobachten und bei nächster Gelegenheit abklären lassen. Eine plötzliche Trübung mit Schmerzanzeichen wie Zukneifen, Reiben oder Lichtscheu sollte dagegen zeitnah tierärztlich untersucht werden, da eine Hornhautverletzung oder Entzündung dahinterstecken kann. Auch wenn das Auge zusätzlich gerötet ist oder tränt, ist ein Termin angeraten. Warten Sie bei akuten Schmerzanzeichen nicht mehrere Tage ab, da das Auge sonst Schaden nehmen kann. Schützen Sie es bis dahin vor Zugluft und staubiger Einstreu und hindern Sie das Tier möglichst am Reiben. Je früher die Ursache behandelt wird, desto besser lässt sich das Sehvermögen erhalten.

## Wann ist es ein Notfall?

– Plötzliche Trübung mit Schmerzanzeichen

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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