# Weiderehe beim Pferd

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/weiderehe-pferd
Tierarten: Pferde
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-07-23

Hufrehe durch fruktanreiches Weidegras, vor allem im Frühjahr.

## Was ist das?

Die Weiderehe ist eine Form der Hufrehe, die durch fruktanreiches Weidegras ausgelöst wird. Fruktane sind pflanzliche Zuckerverbindungen, die das Gras vor allem im Frühjahr und Herbst sowie bei sonnigen, kühlen Tagen vermehrt anreichert. Nimmt ein Pferd große Mengen davon auf, gerät der Stoffwechsel und die Verdauung im Dickdarm aus dem Gleichgewicht. Dabei werden Stoffe freigesetzt, welche die Durchblutung im Huf stören und die empfindliche Huflederhaut schädigen. In der Folge entsteht die sehr schmerzhafte Hufrehe, meist an beiden Vorderhufen. Besonders gefährdet sind übergewichtige Pferde und Ponys sowie Tiere mit Stoffwechselstörungen. Weil die Weiderehe schwere Schäden am Huf verursachen kann, ist rasches Erkennen entscheidend.

## Typische Anzeichen

Die Weiderehe zeigt sich an den Hufen:
– klammer, vorsichtiger Gang
– warme Hufe mit deutlichem Pulsieren
– Zurückverlagern des Gewichts
– vermehrtes Liegen

## Mögliche Ursachen

Das Weidegras ist der Hauptauslöser:
– hoher Fruktangehalt im Gras
– plötzlicher, ungebremster Weidegang
– Frost- und Sonnentage im Frühjahr
– Veranlagung bei EMS oder Cushing

## Was Sie tun können

Weiden Sie gefährdete Pferde langsam an und vermeiden Sie Weidegang bei hohem Fruktangehalt. Begrenzen Sie die Weidezeit und nutzen Sie risikoarme Tageszeiten.

## Wann zum Tierarzt

Wenn Ihr Pferd nach dem Weidegang warme Hufe, eine vermehrte Pulsation an den Fesseln oder einen klammen, trippelnden Gang zeigt, sollten Sie sofort den Tierarzt rufen, denn dies können Anzeichen einer beginnenden Weiderehe sein. Typisch ist außerdem, dass das Pferd die Vorderbeine vorstellt, um die schmerzenden Hufe zu entlasten, häufig umtritt oder sich nur widerwillig bewegt. Warten Sie nicht ab, da eine früh begonnene Behandlung schwere Hufschäden vermindern kann. Nehmen Sie das Pferd bis zum Eintreffen des Tierarztes von der Weide und stellen Sie es auf weichen, gut gepolsterten Boden. Besonders wachsam sollten Sie bei übergewichtigen Pferden, Ponys und Tieren sein, die bereits einmal eine Rehe hatten.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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