# Vergiftung beim Pferd

Quelle: https://tiergesundheit.vetguru.de/de/krankheiten/vergiftung-pferd
Tierarten: Pferde
Dringlichkeit: notfall
Stand: 2026-07-23

Aufnahme giftiger Pflanzen oder Substanzen mit teils schweren Symptomen.

## Was ist das?

Eine Vergiftung, medizinisch Intoxikation, entsteht, wenn ein Pferd giftige Pflanzen oder schädliche Substanzen aufnimmt. Häufige Quellen sind Giftpflanzen auf der Weide oder im Heu, etwa Jakobskreuzkraut oder Eibe, aber auch verschimmeltes Futter, Chemikalien oder falsch gelagerte Stoffe. Die aufgenommenen Gifte greifen je nach Art unterschiedliche Organe an und stören deren Funktion. Deshalb reichen die Symptome von Verdauungsproblemen und Koliken über Zittern und Koordinationsstörungen bis zu Kreislauf- und Nervenstörungen. Manche Gifte wirken sofort, andere schädigen erst über längere Zeit, etwa die Leber. Weil eine Vergiftung rasch lebensbedrohlich werden kann und das genaue Gift oft unbekannt ist, ist schnelles Handeln bei Verdacht besonders wichtig.

## Typische Anzeichen

Vergiftungen zeigen sich vielfältig:
– Kolikanzeichen und Speicheln
– Zittern und Koordinationsstörungen
– vermehrtes Schwitzen
– Mattigkeit oder Unruhe

## Mögliche Ursachen

Verschiedene Quellen kommen infrage:
– giftige Pflanzen wie Eibe oder Jakobskreuzkraut
– verschimmeltes Futter
– Chemikalien und Pflanzenschutzmittel
– giftige Zierpflanzen

## Was Sie tun können

Entfernen Sie mögliche Giftquellen und nehmen Sie Reste für den Tierarzt mit. Halten Sie das Pferd ruhig und verständigen Sie sofort den Tierarzt.

## Wann zum Tierarzt

Bei jedem Verdacht auf eine Vergiftung ist sofort tierärztliche Hilfe nötig, besonders wenn das Pferd Zittern, Kolik, Speicheln, Koordinationsstörungen, Krämpfe oder ein verändertes Bewusstsein zeigt. Warten Sie nicht ab, denn viele Gifte wirken schnell und der Zustand kann sich rasch verschlechtern. Auch wenn Sie nur beobachtet haben, dass Ihr Pferd an einer Giftpflanze oder einer unbekannten Substanz gefressen hat, sollten Sie den Tierarzt umgehend verständigen, selbst wenn noch keine Symptome erkennbar sind. Sichern Sie nach Möglichkeit Reste des vermuteten Giftes oder der Pflanze, damit die Ursache eingegrenzt werden kann. Nehmen Sie dem Pferd weiteres Futter weg und sorgen Sie für eine ruhige Umgebung. Je früher gehandelt wird, desto besser stehen die Aussichten.

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Alle Inhalte sind tiermedizinisch aufbereitete Bildungsinformationen, keine Diagnose und kein Ersatz für einen Tierarztbesuch. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik kontaktieren.

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